Wohnungskatzen impfen – Wogegen impfe ich Katzen?

Als wir Leo und Clio bekommen haben, hatten wir uns noch gar keine Gedanken um den ersten Besuch beim Tierarzt gemacht. Wir waren vielmehr so angetan von den beiden niedlichen Fellnasen, dass wir nur ans Spielen dachten.

Gut, dass wir die beiden von einer zuverlässigen Züchterin bekamen, die bereits alle Vorkehrungen für eine gute Gesundheit getroffen hatte.

Nicht nur die Sozialisierung, nein, auch das Impfen gehört die kleine Katzenbabys dazu. Nachdem wir aufgeklärt wurden, dass Leo und Clio sowohl gegen Katzenseuche, als auch gegen Katzenschnupfen bereits geimpft wurden, beschlossen wir, dies beizubehalten.

Seitdem bringen bringen wir unsere Katzen jedes Jahr einmal zum Impfen und erneuern hierbei sowohl den Schutz gegen Katzenseuche als auch gegen Katzenschnupfen.

Unsere Frage zuerst war: Warum müssen wir die beiden denn überhaupt impfen? Sie sind ja schließlich nur in der Wohnung und können beide Krankheiten nicht von anderen Artgenossen übertragen bekommen?

Grundsätzlich stimmt das ja auch. Aber auch wir Menschen können als Überträger von Krankheiten für Katzen fungieren. Wenn wir durch den Wald laufen oder über die Straße, können wir die Viren über unsere Schuhe beispielsweise auch mit in die Wohnung bringen, wo unsere Katzen sich dann anstecken können.

Alles in allem ist das natürlich ein sehr theroretisches Risiko, dennoch aber aus unserer Sicht nicht zu unterschätzen. Hierbei gilt das gleiche, wie auch bei Versicherungen: Lieber auf Nummer sicher gehen, als sich später Vorwürfe machen zu müssen.

Das Impfen von Wohnungskatzen muss früh gestartet werden

Wohnungskatzen impfenGerade als Kitten solltest Du Deine Katze auf jedenfall gegen Katzenschnupfen impfen lassen. Bitte bedenke dabei, dass Du auf jeden Fall 2 Impfungen durchführen musst, damit der Impfstoff seine Wirkung erzielen kann.

Im Normalfall werden Katzen bereits von den Züchtern geimpft. Frage vor dem Kauf Deiner Katze einfach nach, ob und welche Impfungen bereits durchgeführt wurden. Später ist es dann wichtig, regelmäßig zum Impfen zu fahren, damit die Wirkung auch permanent anhält.

Für den genauen Impfplan solltest Du am besten Deinen Tierarzt befragen, der auch auf individuelle Untersuchungsergebnisse Deiner Katze reagieren kann. Dieser wird Dir auch Empfehlungen geben, innerhalb von welchem Zeitraum eine Folgeimpfung durchgeführt werden soll.

Wogegen sollte ich meine Wohnungskatzen impfen?

Neben Katzenschnupfen und Katzenseuche kannst Du Deine Katze auch gegen Leukämievirus (Leukose) und Tollwut impfen lassen, dies ist aber vor allem bei Freigängern zu empfehlen.

Bei der Impfung gegen Katzenschnupfen gibt es unterschiedliche Meinungen. Obgleich eine Impfung bei Wohnungskatzen nicht zwingend notwendig ist, besteht immer die Gefahr, dass über den Balkon oder unter den Schuhen Keime mit in die Wohnung gebracht werden.

Fazit: Um wirklich auf Nummer sicher zu gehen, gehe lieber jährlich zur Katzen-Impfung. Dies ist gleichzeitig eine gute Gelegenheit, den Tierarzt einmal die eigene Katze durchchecken zu lassen.

Wir gehen jedenfalls regelmäßig einmal jährlich zum Tierarzt und lassen diese Impfung durchführen. Die Spritze selbst ist gar nicht so schlimm, aber die Fahrt zum Tierarzt setzt Leo leider sehr stark zu.

Neben dem Impfen solltest Du bereits frühzeitig über die Kastration Deiner Wohnungskatze nachdenken.

2 Kommentare bei „Wohnungskatzen impfen – Wogegen impfe ich Katzen?“

  1. Hallo. Ich frage mich auch was Sinn macht, vor allem weil mein Wohnungskater so viel Stress beim TA hat…
    Das habe ich gerade zu diesem Thema gefunden.
    http://www.katzenschutzbund-wuppertal.de/sonstiges-nuetzliches-impfung.php

  2. Impfschutz hält viele Jahre lang
    Die für die Katzenhalter wichtigsten Studien stammen von Fred W. Scott (Cornell University) und seinen Mitarbeitern.
    Er untersuchte die Dauer des Immunschutzes durch Impfungen gegen Katzenseuche (felines Parvovirus) und Katzenschnupfen (Herpes- und Calicivirus) über einen Zeitraum von bis zu 7,5 Jahren. Dabei wurde eine handelsübliche trivalente Vakzine mit inaktivierten Viren verwendet, also ein Dreifach-Impfstoff.
    Die Katzen erhielten als Welpen mit acht und mit zwölf Wochen eine Grundimmunisierung und wurden danach nie wieder geimpft. Sie wiesen noch siebeneinhalb Jahre später, als sie den Erregern ausgesetzt wurden, einen guten Immunschutz auf. Der Schutz gegen Katzenseuche erwies sich als praktisch hundertprozentig, der Schutz gegen Herpes- und Calicivirus betrug 52, resp. 63 Prozent.
    Die Schnupfen-Impfung verhinderte nicht vollständig die Erkrankung, doch dies ist bei frisch vakzinierten oder revakzinierten Katzen nicht anders.
    Die Katzenschnupfen-Impfung kann die Ansteckung oft nicht verhindern, sie mildert aber ganz entscheidend den Krankheitsverlauf.
    In der ungeimpften Kontrollgruppe dieser Studie erkrankten die Tiere sehr schwer.

    Scotts Schlußfolgerung: „Die Impfstoffhersteller sollten ihre Vakzinen auf die längere Dauer des Immunschutzes hin testen und in ihren Empfehlungen auf dem Beipackzettel eine realistischere Dauer des Immunschutzes angeben.“ (Feline Practice, Juli/August 1997; und Journal of Veterinary Research, Mai 1999; verwendet wurde in dieser Studie Fel-O-Vax von Fort Dodge Laboratories).

    6. Neues offizielles Impfschema in den USA
    Auf der Basis der neueren Forschungsarbeiten haben die American Association of Feline Practitioners (AAFP, Verband der praktischen Katzenärzte) und die Academy of Feline Medicine (AFM, wissenschaftliche Vereinigung der Katzenspezialisten) Ende 1997 ein neues Impfschema für Katzen beschlossen, das mittlerweile an vielen Veterinärkliniken von US-Hochschulen angewendet wird.
    Die Praktiker brauchen, da es ihnen direkt an den Geldbeutel geht, etwas länger, sich damit anzufreunden (s.Abschnitt „Widerstand gegen neues Impfschema)
    Das neuen Richtlinien unterscheiden zwischen core und non-core vaccinations, also zwischen Kern- oder Hauptimpfungen und optionalen Impfungen, und empfiehlt nach der Grundimmunisierung im Welpenalter und einer Auffrischung bei Erreichen des ersten Lebensjahres nur noch dreijährige Impfintervalle für die Hauptimpfungen.
    Der „Vaccination Report

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