Unser wildes Katzenzimmer – Unsere Wohnungskatzen wachsen

Wohnungskatzen - Wie alles begann

Nun ist es soweit – wir haben uns nach vielen Überlegungen einige Katzenbabys angesehen und uns entschieden. Am 1.7. werden wir 2 tierische Mitbewohner in unserer Wohnung begrüßen. Die ausgiebige Recherche zeigte, dass es für uns am besten ist, 2 Katzen zu beherbergen.

Eine Mischung aus Norwegischer Waldkatze und Hauskatze ergab einen wunderschönen Wurf kleiner Kitten. Die beiden einzigen Wohnungskatzen mit hellem, rotem Fell gefielen uns auf Anhieb am Besten – und auch sie mochten uns sofort. Eine fast 2 stündige Streicheleinheit hatte zur Folge, dass beide Kitten in unserer unmittelbaren Nähe tief und fest eingeschlafen waren. Im Anschluss war es unmöglich sich gegen diese süßen Kätzchen zu entscheiden.

Jetzt geht es also los

Auch wenn wir uns natürlich sehr bewusst für Katzen entschieden haben, so mussten deren Ankunft gut organisiert werden – der erste Eindruck zählt doch bei Katzen bestimmt genauso wie bei Menschen, oder?

Die ersten Schritte wurden also geplant und die Vorfreude wächst von Tag zu Tag. Als erstes haben wir uns Gedanken gemacht, was unsere Katzen denn alles benötigen? Die Anschaffung einer Art „Erstaustattung“ war notwendig, da wir natürlich keinerlei Utensilien für Katzen in der Wohnung hatten.

Die Ausstattung ist bereits gekauft.

Eins der wichtigten Einrichtungsgegenstände ist natürlich der Kratzbaum. Nachdem wir ein schönes Modell gefunden, gekauft und aufgebaut hatten, war das Katzenklo dran.

Die Katzen wurden bereits von der Züchterin geimpft und erleben jetzt ihre letzten Tage bei ihrer Mutter sowie den Brüdern und Schwestern.

Am letzten Wochenende (5.6.) haben wir die Kitten ein letztes Mal besucht, mit ihnen gespielt und gekämpft. Wir konnten sie praktisch schon einmal kennenlernen. Bei unserem nächsten Besuch werden wir unsere neuen tierischen Mitbewohner bereits mit zu uns nach Hause nehmen und die ersten Stunden und Tage gemeinsam verbringen. Hachja, das wird eine spannende Zeit!

Die Wohnungskatzen machen die Wohnung unsicher

Die Eingewöhnung in die neue Umgebung funktionierte problemlos. Nachdem wir die Transportbox zunächst im Wohnzimmer öffneten, um den Katzen die Chance zu geben, die Wohnung zu erkunden, waren sie zunächst sehr zaghaft. Natürlich wurde jede Ecke inspiziert, allerdings mit einer gewissen Portion Unsicherheit und Respekt dabei. Nach den ersten Eindrücken, gab es eine kostenlose Führung zum Katzenklo. Den Weg dorthin haben sie sich auf Anhieb merken können und schon wenig später mit der Nutzung begonnen. Erleichterung bei uns machte sich breit.

Nach wenigen „Sitzungen“ wurde das Katzenklo bereits zu einem beliebten Spielzeug – es galt: Wer zuerst den Geruchsfilter aus der Ankerung herausbekommt, der gewinnt. Gemeinsam arbeiteten unsere Wohnungskatzen gegen die Technik und hatten den Dreh schnell raus – mittlerweile haben wir den Filter allerdings wieder eingebaut, denn der Katzenkot hat einen ziemlich starken Eigengeruch (Interessant: Katzenklo stinkt – Was tun?).

Wenn Du Deine Katzen lediglich in der Wohnung hältst, dann empfehlen wir Dir ein Raumspray, um die Gerüche (bei Bedarf) zu überdecken und zu neutalisieren. Wir haben hier das neue Frebreze getestet.

Auch nachts wird getobt

Mittlerweile machen sie jeden Raum der Wohnung unsicher und jagen sich so schnell es nur geht. Auch nachts wird davor nicht halt gemacht – an die Schlafgewohnheiten der Besitzer werden sich die Katzen jedoch nach und nach gewöhnen.

Tipp: Gib Deinen Wohnungskatzen vor dem Schlafengehen ein bisschen „schweres“ Futter und schalte anschließend konsequent das Licht aus. So gewöhnen sich die Katzen langsam an das Ritual und wissen, dass danach die Schlafenszeit beginnt.

So langsam ist ein Rhythmus gefunden

Wenn das Licht ausgeht beginnt die Jagdzeit für unsere 2 Katzen. Sobald man einen Fuß bewegt, wird dieser direkt attackiert. Nach einiger Zeit merken die beiden allerdings, dass es Zeit ist, zur Ruhe zu kommen und zu schlafen. Einen festen Schlafplatz haben sie sich jedoch noch nicht ausgesucht.

Während in einigen Nächten der Kratzbaum als Schlafplatz dient, ist es in anderen Nächten unser Bett in dem sie schnurrendend einschlafen. Spätestens um 4 Uhr morgens, mit den ersten Geräuschen der Vögel, beginnt allerdings der Katzentag. Womit kann man den Tag besser starten, als mit einer kleinen Rauferei oder einer pfeilschnellen Jagd quer durch die Wohnung – und auch über das Bett?

Morgen ist die nächsten Impfung fällig

Jetzt, da unsere Katzen 13 Wochen alt sind, ist die zweite Impfung (RCP 2) fällig. Diese muss unbedingt durchgeführt werden, denn ansonsten wäre die erste Impfung wirkungslos. Auch wenn die Katzen nur in der Wohnung leben werden, trotzdem ist dieser Schutz ratsam, damit ein gewisser Basisschutz vorhanden ist.

Um Deine Wohnungskatzen zu impfen, bringst Du sie einfach zu dem Tierarzt Deiner Wahl – am besten in der Nähe Deiner Wohnung, um den Fahrtweg so gering wie möglich zu halten. Eine RCP 2 Impfung kostet ca. 30 €.

Erfolgreiche Impfung – Jetzt wird wieder gejagt

Nachdem die kleinen Katzen ihre zweite Impfung problemlos überstanden haben, sah man ihnen den Schreck in der Wohnung schon nicht mehr an. Es wurde getobt, als wäre nichts passiert.

In den letzten Tagen wuchsen unsere Fellnasen sehr schnell und entwickeln sich prächtig. Unsere Wohnungskatzen haben sich als neues Hobby gemacht, aufeinander zuzulaufen und im Sprung aufeinander zu treffen. Geübt wird dieses Vorgehen vorzugsweise mit dem Spiegel. Die große Spiegeltür am Kleiderschrank ist dabei ein sehr geduldiger Trainingspartner.

Fliegende Wohnungskatzen

Längst ist das Rennen auf dem Fußboden nicht mehr der einige tägliche Spaß. Angefangen von einem Sprung aus der zweiten Etage des Kratzbaums auf eine etwa 1 Meter entfernte Stuhllehne.

Mittlerweile ist ein großer Satz vom Kratzbaum auf die Couch (Entfernung etwa 2 Meter) kein Problem mehr. Ein interessantes Bild ergibt die fliegende Wohnungskatze, die einige Milisekunden durch die Luft springt.

Wohnungskatzen vor der Kastration

Unsere kleinen Wohnungskatzen wachsen zur Zeit täglich ein bisschen. Interessant hierbei ist, dass die beiden Wohnungskatzen-Brüder sich total unterschiedlich entwickeln. Während Clio der kleine ist und noch ziemlich wenig wiegt, steigt das Gewicht seines größeren Bruder stetig an.

Jetzt dauert es auch nicht mehr lange, bis die Kastration ansteht. In einem seperaten Artikel findest Du interessante Informationen sowie unsere Sichtweise über die Vorteile und Notwendigkeit einer Kastration.

Tagsüber wird weiterhin viel geschlafen, während die aktiven Phasen der Wohnungskatzen eher in den Stunden der Dämmerung stattfinden. Abends wird häufig ausgiebig gespielt und getobt.

Zuletzt konnten wir Leo das Apportieren beibringen. Jetzt bringt er zu jeder Tages- und Nachtzeit seinen Stofffisch zu uns und fordert somit das regelmäßige Spielen ein. Wie wir das geschafft haben und wie auch Du es Deiner Katze beibringen kannst, findest Du hier Katzen das Apportieren beibringen.

Wohnungskatzen nach der Kastration

Eine halbe Stunde nach der Kastration konnten wir unsere beiden Kater wieder abholen. Sie haben eine Spritze bekommen, damit sie langsam wieder aufwachen – quasi das Gegenmittel der Narkose. Vom Tierarzt bis nach Hause sind es ca. 10 Minuten. Diese verliefen sehr ruhig. Wichtig ist, dass beide Kater ihre eigene Transportbox haben. Sie brauchen Ruhe und etwas Zeit bis sie wieder zu sich kommen.

Nach ungefähr 30 Minuten in unserer Wohnung haben wir die Transportboxen dann geöffnet und vorsichtshalber ein Handtuch davor ausgebreitet und das Katzenklo in unmittelbarer Nähe gestellt.

Die ersten Versuche, normal zu laufen scheiterten, immer wieder kippt Clio mit dem Hinterteil weg und landet auf dem Boden. Durch viele Streicheleinheiten haben sich die beiden hingelegt und einfach nur genossen. In unserem ausführlichen Artikel zu Verhaltenstipps nach der Kastration findest Du die ganze Geschichte.

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