Futter für Wohnungskatzen – Was fressen Katzen am liebsten?

Welches Futter Deine Wohnungskatzen gerne mögen, wirst Du sehr schnell herausfinden können, denn das ist keine Frage der Erziehung, sondern – wie auch bei den Menschen – eine Frage des Geschmacks.

Die meisten Wohnungskatzen lieben die Abwechslung. Es ist also nicht sinnvoll, eine ganze Palette Katzenfutter zu kaufen, bevor Du überhaupt wissen kannst, welche Futtersorte Deinen Katzen schmecken wird. Die Chance, dass Deine Katze es direkt verweigern wird, ist relativ groß.

Darüberhinaus sind Katzen keine Freunde von großen Futtermengen auf einmal. „Maus“-große Portionen reichen in den meisten Fällen völlig aus. Lieber über den Tag verteilt mehrere solcher Mahlzeiten anbieten, als den ganzen Napf komplett zu füllen. Wir haben bei Leo das Problem, dass er einen ganzen Futternapf voll Nassfutter fressen würde – auf einmal. Dabei würde er aber so hektisch fressen, dass ihm das Essen kurze Zeit später wieder hochkommen wird.

Trockenfutter oder Nassfutter – welches Futter für Wohnungskatzen?

Diese Frage ist eine der am häufigsten gestellten. Reine Wohnungskatzen brauchen nicht so viel Energie in Form von Futter, wie eine Katze die tagein tagaus in der Natur unterwegs ist. Die Folge von einer zu hohen Energieaufnahme ist ein relativ schneller Gewichtsaufbau.

Damit Deine Wohnungskatzen genug Energie verbrennen, gehört die tägliche Spieleinheit zu den regelmäßigen Hausaufgaben dazu. Versuche mit Deiner Katze so zu spielen, dass diese viel hin- und herlaufen muss. Wir erreichen das zum Beispiel durch die Verfolgung von einem Spielzeugtier, das Leo sehr zuverlässig wieder zurück bringt. Das Thema Apportieren haben wir hier ein wenig ausführlicher behandelt.

Katzen sind in ihrem Ursprung Wüstentiere und reine Jäger, sodass das Fressen von Fleisch in ihrem Naturell liegt. Fleisch als Futter für Katzen kann man in verschiedenen Versionen füttern:

  • Frisches (rohes) Fleisch
  • oder Nassfutter

Wenn Du frisches Fleisch und Rohkost füttern möchtest, so nennt man das BARFen. Hierbei werden verschiedene Fleischsorten und -stücke verfüttert wie zum Beispiel kleine Hühnerherzen o.ä.

BARF wurde schlicht verweigert

Wir haben einige Proben direkt aus einem BARF-Laden in unserer Nähe erhalten, um einfach zu testen, ob unsere Wohnungskatzen dieses Fleisch mögen. Leider haben sie all diese Proben komplett verweigert. Auch das Untermischen unter das normale Futter half nicht – sie ließen es schlicht liegen und kratzten demonstrativ neben dem Futternapf. Schade eigentlich, das ist schließlich die natürlichste und gesündeste Futtermethode.

Bei Nassfutter aus der Dose ist es wichtig, dass darauf zu achten, dass weder Zucker noch Getreide darin enthalten sind. Beide Zutaten sind für das Wohlbefinden und die langfristige Gesundheit von Katzen nicht zuträglich. Weiterhin ist das wohl ausschlaggebendste Kriterium der Fleischanteil, der natürlich möglichst hoch – idealerweise bei 100% sein sollte.

Die richtige Menge an Futter, hängt ein wenig von dem Zustand der Katze ab:

  • Wie viel Bewegung hat sie?
  • Wie groß ist sie?

Fragen Sie am besten Ihren Tierarzt nach einer Empfehlung für die Portionierung.

Abwechslung vom Dosenfutter

Bei uns kommt hin und wieder auch ein kleines Stückchen rohes Hähnchenfleisch in den Futternapf. Darüber freuen sich Leo und Clio ganz besonders und fressen es genüsslich:

Das rohe Fleisch hat auch den Vorteil, dass Katzen dies deutlich intensiver kauen müssen, als beispielsweise Nassfutter. Durch das intensive Kauen, werden die Zähne ein bisschen gereigt, sodass sich weniger Zahnstein bei Katzen ablagern kann.

Trinken ist wichtig – Katzen und Trinken!

Auch wenn Katzen von Haus aus nicht zu den Tieren zählen, die enorm viel trinken, ist es wichtig, sie durch einige einfache Tricks zumindest häufig an das Trinken zu erinnern.

Katzen trinken beispielsweise sehr gerne aus fließenden Quellen. Da Deine Katze natürlich nicht die Chance hat, sich einen nahegelegenen Fluss zu suchen, kannst Du durch einen Trinkbrunnen für Katzen für eine spielerische Trinkquelle sorgen. Neben dem Spaßfaktor für die Wohnungskatzen kann dadurch auch die Häufigkeit des Trinkens erhöht werden.

Eine weitere Möglichkeit wäre, an verschiedenen Stellen in der Wohnung unterschiedlich geformte Trinkschalen zu platzieren. Deine Wohnungskatze wird so häufiger an das Trinken erinnert und wird diese unterschiedlichen Möglichkeiten auch nutzen, um den kleinen Durst zwischendurch zu stillen.

Abwechslungen im Futter für Wohnungskatzen

Um eine Abwechslung in das Menü Deiner Katze zu bringen, kannst Du kleine Leckeries in Form von Schmand oder Joghurt zwischendurch geben. Natürlich nicht zu viel – ein Teelöffel reicht völlig aus.

Um Deiner Wohnungskatze auch ein bisschen Natur zu gönnen, kannst Du außerdem Katzengras oder Malzpaste kaufen. Vorsichtig solltest Du damit jedoch sein, wenn Deine eine Wohnung mit viel Teppich ausgestattet ist. Das Katzengras kann der Katze helfen, überschüssige Fellreste aus dem Magen durch Erbrechen zu entfernen.

Warum kratzt meine Katze vor dem Futternapf?

Nach einem erlebnisreichen Tag mit vielen größeren und kleineren Abenteuern ist ein gutes Abendmahl angesagt. Du hast Deiner Katze teures Futter mit einem sehr hohen Fleischanteil (im Gegensatz zu den billigeren Produkten, die oft mit tierischen Nebenerzeugnissen gefüllt sind) gekauft und möchtest Deiner Wohnungskatze etwas Gutes tun. Nicht immer ist es so, dass Katzen die gleichen Vorlieben haben wie wir, sodass es durchaus sein kann, dass sie (noch) gar keinen Hunger haben.

Ein klares Zeichen dafür ist ein Kratzen vor dem Futternapf. Der Hintergrund dieses Verhaltens ist auf einen natürlichen Instinkt zurückzuführen. Futter kann unter der Erde länger konserviert bleiben und wird durch das Eingraben für einen späteren Zeitpunkt aufgehoben. Deine Katze ist möglicherweise also gerade satt und möchte sich die Mahlzeit für später aufbewahren.

Eine weitere Ursache könnte sein, dass Deiner Wohnungskatze das Futter nicht schmeckt. Manchmal ist es nur eine kurze Phase, manchmal kann es jedoch auch dauerhaft sein. Versuche am besten nicht zu viele verschiedene Futtermarken gleichzeitig zu füttern, um der Katze keine zu große Auswahl zu bieten.

Da Wohnungskatzen Feinschmecker sind, suchen sich das beste Futter aus und verschmähen ab sofort alle weniger attraktiven Futtersorten. Wenn sie jedoch gar nicht viele Sorten ausprobieren können, dann werden sie meistens gar nicht erst wählerisch.

Hinweis: Je mehr Nassfutter Deine Wohnungskatzen zu fressen bekommen, desto intensiver wird der Katzen-Kot riechen – also keine Sorge, wenn es aus dem Katzenklo stinkt.

Was dürfen meine Wohnungskatzen nicht fressen? Die Tabus der täglichen Fütterung

Katzen dürfen auf keinen Fall….

  • Schokolade und andere Süßigkeiten! Dies kann für Deine Wohnungskatze tödlich enden. Schokolade enthält Thebromin, das von Deiner Katze nicht verarbeitet werden kann.
  • Zwiebeln und Knoblauch! Dadurch werden bei Deiner Katze die roten Blutkörperchen zerstört, dies kann zu Blutarmut führen.
  • Normale Kuhmilch! Milch enthält Milchzucker (Laktose). Milchzucker verträgt Deine Wohnungskatze nicht so gut und es kann durchaus zu Durchfall kommen. Da Katzen aber Milch lieben, können kannst Du spezielle Katzenmilch servieren. Diese ist bereits Laktose reduziert und enthält weitere Wertvolle Stoffe, wie z.B. Taurin.
  • Knochen! Ganz besonders zu vermeiden sind gekochte Geflügelknochen, denn diese können beim Verzehren splittern und beschädigen im schlimmsten Fall die Magen-und Darmwände.

Fazit: Hochwertiges und artgerechtes Katzenfutter ist wichtig, damit Deine Katze lange bei bester Gesundheit leben kann. Neben einer ausgewogenen Ernährung ist auch das regelmäßige Trinken sehr wichtig. Katzen trinken selten ganz von alleine und müssen von uns Menschen immer wieder daran erinnert werden.

7 Kommentare bei „Futter für Wohnungskatzen – Was fressen Katzen am liebsten?“

  1. Richtige Ernährung von Katzen

  2. Tolle Artikel! Danke

    1. Danke Rita 🙂

  3. Danke für die guten Tips!

    1. Wohnungskatzen Wohnungskatzen sagt: Antworten

      Vielen Dank für Dein positives Feedback :-))

  4. Sehr hilfreich, danke! 🙂

    1. Danke für Dein Feedback. Wir freuen uns, dass wir Dir helfen konnten 🙂

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