Katzensprache verstehen – Wie kommunizieren Katzen?

Katzen haben bekanntlich ihre eigene Sprache. Doch wie kannst Du die Katzensprache verstehen? Wie kannst Du die Signale Deiner Katze richtig deuten und entsprechend reagieren?

Der Schlüssel dazu ist die Körpersprache. Hast Du die Katzensprache einmal entschlüsselt, kannst Du noch individueller auf die jeweiligen Bedürfnisse Deiner Katzen eingehen. Unsere Katzen erzählen uns nämlich viel mehr, als wir durch ein „miau“ bisher verstehen konnten.

Um die Katzensprache verstehen zu können, achte zunächst auf die Katzenaugen

Über die Augen unserer Katzen und die Veränderung der Pupillen, haben wir bereits im letzten Artikel etwas geschrieben (mehr dazu in unserem Artikel: Wie sich die Pupillen bei Katzen verändern)

Hier ist nicht nur auf die großen Pupillen zu achten, sondern auch auf die engen Pupillen. Besonders wenn unsere beiden Wohnungskatzen Leo und Clio in einer Konfliktsituation sind, sind beispielsweise enge Pupillen zu erkennen. Die beiden sind dann angriffsbereit und können Reaktionen in ihrem Umfeld gut wahrnehmen.

Ein weiteres, sehr klar zu deutendes Zeichen der Katzensprache ist das Anblinzeln. Schaut Deine Katze Dich an und blinzelt mit ihren Augen, ist das ein positives Signal.

Dieses Zeichen verwenden Katzen häufig in ihrer Kommunikation untereinander, aber auch gegenüber Menschen. Dieses Anblinzeln kann als „Lächeln“ verstanden werden. Deine Katze fühlt sich in diesem Moment rundum wohl und ist zufrieden.

Du kannst dieses Blinzeln auch etwas herausfordern und ebenfalls auf diese Weise kommunizieren. Versuch doch einmal, Deine Katze ganz bewusst anzublinzeln. Mit ein wenig Glück und in der richtigen Situation bekommst Du unmittelbar ein süßes Blinzeln zurück.

Wenn Katzen ihren Schwanz bewegen, senden sie bestimmte Signale

Katzensprache verstehen - Die Katzenaugen
Katzensprache verstehen – Die Katzenaugen

Auch über die Schwanzhaltung Deiner Katze kannst Du etwas über ihr aktuelles Befinden herausfinden. Hängt der Schwanz locker nach unten und die Schwanzspitze ist kurz vor dem Boden, so zeigt es, dass Deine Katze in diesem Moment ganz entspannt ist und keine großen Emotionen verspürt. Häufig kann man diese Position bei Katzen beobachten, während sie durch die Wohnung schlendern.

Wie freuen sich Katzen?

Wenn wir abends von der Arbeit nach Hause kommen, begrüßen Leo und Clio uns meist ganz freudig.

Das Wort „freudig“ hat hier eine große Bedeutung, denn wir sehen es ebenfalls an der Schwanzhaltung. Der Schwanz geht direkt nach oben und die Spitze ist leicht abgeknickt. Hin und wieder wedeln unsere Katzen mit dem angeknickten Schwanz auch leicht hin und her.

Wie erkennt man Katzen beim Toben?

Wahrscheinlich kennst Du es auch, wenn Deine Katzen ihre wilden 5 Minuten hat. Sie sprinten durch die Wohnung, über die Couch, ins Bad, über das Bett und wieder zurück. Unsere beiden jagen sich dann gegenseitig quer durch alle Räume und unsere Nachbarn müssen den Eindruck haben, dass hier eine ganze Fußballmannschaft durch die Wohnung tobt.

Dabei ist der Schwanz unserer Katzen häufig sehr puschig und steht nach oben.

Dieser puschige Schwanz signalisiert neben der spielerischen Jagdsituation aber auch Angst. Wenn Deine Katze beispielsweise faucht und sich vor etwas schützen will, dann kann man diese aufgeplusterten Schwanz ebenfalls beobachten.

Im diesem Modus verbindet Deine Katze den buschigen Schwanz dann zusätzlich  noch mit zurückgelegten Ohren und / oder mit einem Katzenbuckel.

Die Katzensprache bei der Jagd

Häufig können wir bei Leo und Clio ein wildes, unkontrolliertes Zucken der Schwanzspitze beobachten. Sie sitzen auf der Fensterbank oder dem Balkon und beobachten Vögel.

Das Zucken der Schwanzspitze zeigt ihre Konzentration und ist ein Zeichen, dass sie nicht gestört werden möchten. Während sie beispielsweise Fliegen beobachten, kommt es auch zu dem Zucken des Unterkiefers, gefolgt von einem relativ hohen Geräusch.

Immer wenn ein Beutetier auf den Radar Deiner Katze auftaucht, wird sie genau mit diesen Lauten reagieren und sich möglichst unauffällig an sein Opfer heranpirschen.

Streit kommt in den besten Familien vor

Auch unter Katzengeschwistern kommt hin und wieder ein Streit auf. Nach einer wilden Verfolgungsjagd legt sich Clio meist seitlich auf den Boden und „peitscht“ mit seinem Schwanz hoch und runter. Dies zeigt, dass er gerade aggressiv ist.

Sollte Leo ihm jetzt näher kommen, würde er direkt angreifen – und das tut er auch. Leo mag es nämlich wahrlich gern, Clio zu provizieren und mit ihm zu kämpfen. Anschließend liegen beide Kater wie in einem Wollknäuel vermischt und „kratzen“ sich gegenseitig mit den Hinterbeinen am Kopf.

Häufig eskaliert diese Situation wenn Hunde und Katzen aufeinander treffen. Das Schwanzpeitschen zeigt bei Katzen ein aggressives Verhalten und Hunde nehmen ein „Schwanzwackeln“ als eine freudige Begrüßung auf.

Die Körpersprache der Katzen ist total vielseitig… Wir könnten hier noch stundenlang darüber schreiben und von unseren Erfahrungen berichten.

Uns interessiert allerdings auch, welche Erfahrungen Du bereits mit Deinen Katzen gemacht hast.

Wir freuen uns über Deine Berichte in den Kommentaren. Weitere Informationen zum Thema Katzensprache findest Du auch in diesem Artikel: Katzensprache – Wie Katzen sich ausdrücken

Katzensprache verstehen – Wie kommunizieren Katzen?
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3 Kommentare bei „Katzensprache verstehen – Wie kommunizieren Katzen?“

  1. Hallo,

    die wilden 5 Min. kenne ich auch sehr gut, nur sinds nicht 5 Min., sondern eher ne halbe Stunde und mehr:-) Und es wird nicht nur sinnlos umher getobt. Unser Waldkater hat sich angewöhnt mit sich selbst Fußball (mit einem Tischtennisball) zu spielen. Der arme Ball wird mit den Vorderpfoten durch die ganze Wohnung gescheucht, prallt irgendwo ab und fliegt weiter. Das ist jedesmal ein Rabbatz, dass man sein eigenes Wort nicht versteht:-)
    Es macht unheimlich Spaß, ihm dabei zuzusehen. Unsere Katzendame hält derweil gebührenden Abstand zu allen Stellen, die gefährlich für sie werden könnten.
    Ich staune immer wieder, wie unsere Katzen mit voller Wucht auf Tür, Wand und Möbel prallen und das freiwillig. Müsste doch eigentlich weh tun. Oder?

  2. Miau ich mich nicht mehr so gut

    1. Wohnungskatzen Wohnungskatzen sagt: Antworten

      Miau, das haben wir nicht so ganz verstanden 🙁

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