Katzenaugen – Wenn sich die Pupillen bei Katzen verändern

Katzenaugen - Wenn sich die Pupillen bei Katzen verändern

Die Katzenaugen sind ein sehr spannend anzusehender Teil von Katzen und haben gleichzeitig eine sehr tragende Funktion. Unsere lieben Wohnungskatzen haben natürlich mit die schönsten Augen (wobei das bestimmt jeder von seiner Katze behauptet, oder? :))

Grundsätzlich trifft man bei Katzenaugen auf 2 unterschiedliche Färbungen: Die einen sind eher dunkel, die anderen bernsteinfarbig. Die Augenfarbe von Katzenbabys ist häufig Blau und entwickelt sich mit den ersten Wochen zu der Farbe, die anschließend bestehen bleibt. Die Pupillen sind quasi das Herzstück der Augen, da sie sich in unterschiedlichen Situationen sehr stark verändern können.

Katzenaugen verändern sich durch Anpassung an das Licht

Bei hellem Licht verändern sich innerhalb der Katzenaugen nur die Pupillen bei Katzen zu senkrechten Schlitzen, sodass nur so viel Licht in Richtung der Netzhaut gegeben wird, dass die Katzen problemlos gucken können, ohne dabei geblendet zu werden.

Eine Anpassung der Linsen kann innerhalb von weniger Milisekunden passieren – ähnlich wie auch beim menschlichen Auge.

Diese schlitzförmige Art der Pupillen sieht man nicht bei jedem Tier und schon gar nicht bei Menschen. Lediglich Katzen, Schlangen und auch Geckos haben diese sogenannten multifokalen Linsen.

Katzenaugen verwerten jede Lichtquelle – bei gänzlicher Dunkelheit sind auch sie jedoch blind

Multifokale Linsen fokussieren Licht unterschiedlicher Wellenlängen, dadurch entsteht ein schärferes Bild. Katzen sehen dadurch nicht nur alles scharf, sondern sind auch in der Lage schnelle Bewegungen unmittelbar einordnen zu können.

Bei Dunkelheit hingegen werden die Pupillen sehr groß und kreisrund. Dadurch wird das restliche Licht, das noch einfangen werden kann, bestmöglich ausgenutzt, sodass die Katzen auch bei Dunkelheit sehr gut sehen können.

Spannend: Bei absoluter Dunkelheit (ohne die Existenz jeglicher Lichtstrahlen) würden auch Katzen rein gar nichts sehen können.

Faktisch trifft das aber nur dann zu, wenn Du mit Deiner Katze in einen Raum ohne Fenster gehst und die Tür zu machst. Draußen in freier Natur wird es immer Lichtquellen geben. Schon das Licht des Mondes ist ausreichend, damit Katzen nachts gut sehen können.

Wenn die Katze große Pupillen hat – Was bedeutet das darüber hinaus?

Wir haben beobachtet, dass sich die Pupillen unserer Wohnungskatzen auch unabhängig von den Lichtverhältnissen verändern.

Leo ist ein ganz tolles Beispiel dafür. Er spielt für sein Leben gern mit den kleinen Brotklipps (die, mit denen z.B. eine Schwarzbrotpackung verschlossen wird) und jagt denen sehr gern nach. Mitunter apportiert er dieses Spielzeug sogar (je nachdem, welche Laune er gerade hat; mehr dazu in unserem Artikel: Wohnungskatzen apportieren beibringen).

Sobald wir den Brotklipp in die Hand nehmen, springt er auf das höchste Regal in unserer Wohnung und geht in Lauerposition. Die Pupillen in seinen Katzenaugen sind dann wahnsinnig groß und er konzentriert sich total auf seine „Beute“.

Große Pupillen bei Katzen sind also mit einer erhöhten Fokussierung / Aufmerksamkeit verbunden, damit jede noch so kleine Bewegung optimal beobachtet werden kann. Dabei handelt es sich um einen Instinkt, der Katzen in der freien Wildbahn zu gefährlichen und sehr schnellen Jägern werden lässt.

Die Augen sind also wiederum ein deutlicher Indikator, dass die Katze in die Kategorie der Raubtiere fällt. Ganz egal ob Wohnungskatze, Hauskatze, Freigänger oder gar ein großer Tiger.

Hunde und auch Menschen hingegen haben monofokale Linsen. Das bedeutet, dass bei uns Menschen und auch bei den Hunden die Pupillen ausschließlich Rund bleiben und mit Hilfe einer Veränderung im Durchmesser sich an die gegebenen Lichtverhältnisse anpassen.

Mehr über die Körpersprache unserer lieben Wohnungskatzen kannst Du in diesen Artikeln nachlesen:

Katzenaugen – Wenn sich die Pupillen bei Katzen verändern
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