Neato Botvac Connected – Wir haben uns den smarten Saugroboter angeschaut

Neato Botvac Connected - Clio entspannt

Das Thema Katzenhaare ist nicht nur bei uns allgegenwärtig. Auch bei Dir tummeln sich bestimmt täglich jede Menge Tierhaare auf dem Fußboden. In unseren 5 Tipps zum Entfernen von Katzenhaaren findest Du wirkungsvolle wenngleich auch manuelle Methoden, um den Haaren den Kampf anzusagen.

Heute möchten wir einer Maschine die Möglichkeit geben, uns davon zu überzeugen, dass technischer Fortschritt durchaus nützlich ist. Und noch dazu im Idealfall eine Zeitersparnis mit sich bringt.

Wir haben derzeit hohen Besuch im Hause der Wohnungskatzen. Ja, eine echte Hoheit besucht uns. Und zwar der Neato Botvac Connected.

Gekommen um zu bleiben, dürfen wir das aktuelle Flagschiff von Neato testen. Wir  freuen uns, Dir einen Einblick in das leistungsstarke Repertoire des Saugroboters geben zu können.

Ein großes Paket erreicht uns

Unser neuer Saugroboter im Einsatz
Unser neuer Saugroboter im Einsatz

Als der Neato geliefert wurde und wir das Paket vom Paketboten angenommen haben, waren wir etwas erstaunt. Erster Eindruck: „Boah ist der schwer und auch groß!“ Wir hatten ja bisher nur den Vergleich zur „Mini-Variante“ des DEEBOT von ECOVACS.

Aber wer so viel kann, wie der Neato, darf natürlich auch ein stolzes Kampfgewicht mitbringen.

Schnell haben wir das Paket geöffnet und waren begeistert vom Design. Na klar haben wir den Neato auch schon im Internet angesehen, aber live ist das nochmal was ganz Anderes. Neato betreibt aus unserer Sicht ein wenig Understatement. Die Produktbilder wirken mitunter nämlich so, als läge der Fokus mehr auf der Funktionalität als auf dem Design.

Durch die zum Teil schwarz glänzende Klavierlack-Optik sieht der Neato sehr edel aus. Die Form ist für einen Saugroboter eher ungewöhnlich. Die meisten Konkurrenzprodukte kommen mit einer kreisrunden Form daher. Das hinten eckige Design sorgt aber dafür, dass der Neato Botvac Connected auch in den Ecken prima saugen kann.

Der Zusammenbau ging schnell und war kinderleicht. Dabei ist uns direkt der große Behälter für den eingesaugten Schmutz aufgefallen. Hier passen jede Menge Tierhaare (und natürlich auch Staub) hinein.

Im Vorwege hatten wir bereits die Neato App herunter geladen, uns dort registriert und können den Neato nun bequem über die App starten. Das praktische an der App und der Cloud-Integration: Wir können unseren Saugroboter von unterwegs starten und flexibel das Haus saugen lassen.

Stell Dir vor, Du bist auf dem Weg nach Hause und hast Dich spontan verabredet. Dann kannst Du unmittelbar den Neato Botvac Connected starten und findest bei Deiner Ankunft ein sauberes Haus vor. Klingt ganz angenehm, oder?

Die erste Ausbeute unseres Saugroboters - ganz ordentlich!
Die erste Ausbeute unseres Saugroboters – ganz ordentlich!

Unser erstes Saugerlebnis

Ja, Du liest richtig. Es war tatsächlich ein Erlebnis. Den ersten Start führten wir natürlich über die App aus (wenngleich der Saugroboter auch über Knöpfe direkt auf dem Gehäuse gestartet werden kann). Eine freundliche Musik signalisiert den Start. Anschließend scannt der Neato seine Umgebung, während er bereits mit den Saugen beginnt. Nach und nach erstellt er während der Arbeit eine Karte Deiner Räumlichkeiten und merkt sich, wo er bereits gesaugt hat.

Das Scannen des Raumes führt er übrigens bei jedem Start aufs Neue durch. Dadurch, dass das jedoch sehr schnell und auch während des Saugens stattfindet, ist es kein Problem.

In der App kann man einstellen, ob er systematische Linien fahren oder per Zufallsprinzip saugen soll.

Wir haben uns (natürlich) für die systematischen Linien entschieden. Schließlich erhoffen wir uns dadurch eine erhöhte Effizienz und einen zeitlichen Vorteil gegenüber der Zufalls-Methode. Und tatsächlich schafft es der smarte Haushaltshelfer in 49 Minuten, das ganze Erdgeschoss (59 m²) gründlich zu saugen. Das ist eine gute Leistung, finden wir.

Auffälligkeiten beim Saugen

Neben der systematischen Arbeitsweise zeichnet dieses Produkt eine weitere Eigenschaft aus, die man bei günstigen Saugrobotern so nicht vorfindet: Der Neato fährt kaum irgendwo gegen. Er erkennt Hindernisse bereits beim Draufzufahren und meidet in den meisten Fällen einen unmittelbaren Kontakt. Lediglich beim Umdrehen an der Wand, wirken seine Bewegungen manchmal ein wenig unbeholfen. Er eckt an der Wand an, fährt das „Hinterteil“ hoch und navigiert sich dann aus der Sackgasse heraus – das funktioniert aber sehr zuverlässig.

Wenn er auf einen Teppich oder eine unebene Stelle fährt, sieht es aus, als könnte er „Treppen steigen“. Die Räder fahren sich in diesem Moment ein wenig hoch, sodass der Neato Botvac Connected die Unebenheit hinauf klettert.

Ein großer Kritikpunkt während unserer ersten Fahrt ist jedoch die Höhenkontrolle. Unser Neato kennt seine eigene Höhe nicht bzw. kann sie nicht korrekt einschätzen. Das Neato-Logo ist leicht erhöht, sodass er damit beispielsweise unter unserem Wohnzimmerschrank oder dem Sofa hängen bleibt.

Wir konnten dieses Problem zwar beheben, in dem wir unsere Möbel einfach um einen Zentimeter hochgebockt haben. Unter  beiden Möbelstücken ist jetzt ca. 11 cm Luft, sodass nun eine störungsfreie Einfahrt garantiert ist. Nur unser Gäste-WC konnten wir nicht erhöhen – hier fuhr er sich fest, während wir letztens einkaufen waren. Mit den beiliegenden Magnetband kann man Bereiche abtrennen, die Neato nicht Saugen soll. Wir sträuben uns davor noch ein bisschen – wer möchte schon ein Magnetband rund um die Toilette haben?

Unser Kritikpunkt bleibt: Ein Saugroboter in diesem Preissegment und diesen Assistenzsystemen sollte eigentlich in der Lage sein, solche Engpässe zu erkennen und entsprechend zu meiden.

Variable Saugkraft, die begeistert

Wir Tierbesitzer haben doch alle das gleiche Problem. Man hat das Haus oder die Wohnung gerade gesaugt und auf einmal weht von links nach rechts (oder umgekehrt :)) eine Wollmaus entlang. Unsere lieben Tiere haaren einfach was das Zeug hält. Und das leider nicht nur während des Fellwechsels, sondern jederzeit.

Besonders Teppiche sammeln irre viele Haare auf. Unsere schwarz-graue Schmutzfangmatte im Flur ist bei roten Katzen eine heikle Stelle und ein ganz guter Indikator für die Saugleistung.

Aber auch hier sind wir super zufrieden mit der Reinigungsleistung unseres Neatos. Die Schmutzfangmatte ist nach seinem Saugen wunderbar sauber geworden.

Auch Fliesen und Laminat stellen kein Problem für den saugenden Roboter dar – Aufgabe bestens erfüllt.

Neato Botvac Connected - Display an der Ladestation
Neato Botvac Connected – Display an der Ladestation

.. und die Lautstärke?

Aufmerksame Leser haben mitbekommen, dass seit 6 Monaten unser kleiner Sohn bei uns wohnt.

Der verliert zum Glück nicht so viele Haare wie unsere tierischen Bewohner, freut sich aber mit uns über den Neato Botvac Connected.

Das gleichmäßige Saugen scheint ihn an die Geräusche aus dem Mutterleib zu erinnern, sodass er während des Saugens bestens auf unserem Arm einschlafen kann. Der ist ja dank unserer Haushaltshilfe nun frei.

Vor dem Betrieb kannst Du zwischen zwei Stufen wählen:

  • Eco (leisere Variante, die eine längere Akku-Laufzeit verspricht)
  • Turbo (für starke Verschmutzungen geeignet)

Beide Modi sind von der Lautstärke total in Ordnung. Die Turbo-Variante natürlich einen Tick lauter, dafür aber eben auch stärker in der Saugkraft.

Für unsere Gegebenheiten ist die Eco-Variante total ausreichend. Sie saugt zu zuverlässig und wie oben beschrieben, wird auch unsere Schmutzfangmatte damit bestens sauber.

Eigenständige Navigation nach Hause

Nachdem der Neato Botvac Connected mit dem Saugen fertig ist, fährt er direkt zu seiner Station.

Auch hier ist uns im Vergleich zu anderen Geräten aufgefallen, dass der Neato seine Station zielstrebig und direkt im ersten Anlauf findet.

Zeitgleich mit dem Andocken an der Station wird eine freundliche Pushbenachrichtigung an eines unserer Smartphones verschickt, sodass wir genau wissen, wann die Bude wieder sauber ist. Besonders wenn man unterwegs ist, freut man sich über so eine Nachricht natürlich sehr.

Und auch sonst kommuniziert der Saugroboter über Pushmitteilungen. Beispielsweise wenn er sich festgefahren hat und nicht weiterkommt. Dann teilt er nämlich seinen Standort mit, sodass Du ihn schneller finden und befreien kannst. Zusätzlich gibt er in regelmäßigen Abständen Geräusche von sich – ganz nach dem Motto: Mäuschen mach mal piep.

Was leider nicht funktioniert sind Benachrichtigungen, wenn Du die Neato-App auf 2 Handys betreibst. Die Steuerung funktioniert über beide Geräte, aber die Benachrichtugungen landen leider nur auf einem der beiden Smartphones.

Fazit unseres Tests

Der Neato Botvac Connected ist zwar auf den ersten Blick extrem teuer in der Anschaffung, hat uns aber auch überzeugen können. Gleichzeitig hebt er sich gegenüber dem günstigeren Modell, das wie vorher getestet hatten, ab und arbeitet viel präziser und schneller.

Der Kritikpunkt im Hinblick auf die Zuverlässigkeit hat natürlich auch mit einer herausfordernden Umgebung für den Saugroboter zu tun. Trotzdem gibt es dort noch ein kleines Potential nach oben.

Der große Auffangbehälter sorgt dafür, dass wir diesen nicht mehr nach jedem Saugen leeren müssen, sondern durchaus mehrere Saug-Durchgänge abwarten können. Insbesondere für Katzenbesitzer (oder allgemein Haustierbesitzer) ist das sehr praktisch.

Mehr zu der Funktion des automatischen und regelmäßigen Saugens sowie weitere Funktionalitäten der App und auch einer unschönen Erfahrung, findest Du in dem zweiten Teil unseres Neato-Testberichts.

Von uns gibt es an dieser Stelle eine klare Kaufempfehlung.

Neato Botvac Connected – Wir haben uns den smarten Saugroboter angeschaut
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