Spazierengehen – Mit der Wohnungskatze Gassi gehen?

Was zunächst wie ein sehr interessantes und lustiges Vorhaben klingt, ist durchaus möglich. Mit ein bisschen Übung kannst Du tatsächlich mit Deiner Katze an der Leine laufen.

Vorab sei aber gesagt: es ist nicht immer sicher, dass Du mit Deiner Katze spazierst. Vielleicht spaziert sie vielmehr mit Dir. Wer also den aktiven und wer den passiven Part beim Gassigehen übernimmt, das variiert je nach Katze.

Das erste Mal rausgehen mit Katzenleine

Nachdem Deine Wohnungskatze das neue Zuhause ausgiebig erkundet hat, wird sie sicherlich auch einige interessante Entdeckungen durch die Fensterscheibe gemacht haben. Fliegt zum Beispiel ein Käfer oder eine Fliege am Fenster vorbei, so jagt sie denen gerne nach. Der spielerische Jagdtrieb ist nämlich auch bei reinen Wohnungskatzen komplett vorhanden.

An dieser Stelle stellt sich die Frage: Würde meine Katze Gefallen an einem Ausflug in die Natur finden?

Nun, das kann Dir natürlich nur Deine Katze selbst beantworten – wenn sie denn sprechen könnte. Es gibt allerdings Möglichkeiten, um herauszufinden, wie Deine Katze auf die Natur reagieren wird.

Vielleicht hast Du bereits das ein oder andere Mal über Deine Nachbarn geschmunzelt, die mit ihrer Katze an der Leine Gassi gegangen sind. Dies ist allerdings gar nichts Weltfremdes, denn es gibt speziell entwickeltes Katzengeschirr, dass den kontrollierten Ausgang Deiner Wohnungskatze gewährleistet.

Kleiner Hinweis an dieser Stelle: Wir haben in unserer Wohnung probiert, Leo und Clio das Geschirr anzuziehen – leider ohne Erfolg. Später als wir dann mit unseren Katzen umgezogen sind, klappte es und wir waren mit ihnen im Garten „spazieren“. Jetzt haben wir zum Glück unser Katzengehege, in dem sie sich austoben und den frischen Wind um die Nase wehen lassen.

Gefällt Deiner Wohnungskatze ein Spaziergang an der Leine?

Bedenke dabei bitte, dass Deine Wohnungskatze Dich keinesfalls wie ein Hund begleiten wird. Vielmehr bietet die Katzenleine der Katze die Möglichkeit, ein paar kontrolliere Schritte in der Natur zu ermöglichen – ohne Gefahr zu laufen, dass sie einem Auto zum Opfer fallen könnten.

Bei den ersten Schritten an der Katzenleine solltest Du ganz dicht bei Deiner Katze bleiben, um ihr einen Schutz vor möglichen Gefahren zu bieten, mit denen sie bisher keinerlei Erfahrungen machen konnte.

Halte Augen und Ohren nach möglichen Störquellen oder Beutetieren offen. Wenn Deine Katze nämlich plötzlich einer Maus nachstellen will, dann musst Du vorbereitet sein und die Leine gut festhalten. Dabei sollte kein zu starker Ruck in der Leine entstehen, der der Katze Schmerzen bereiten könnte. Halte die Leine am besten immer auf leichter Spannung.

Muss meine Wohnungskatze wirklich regelmäßig in die freie Natur?

Auch das ist sehr schwer zu beantworten und hängt auch ein bisschen davon ab, ob die Wohnungskatze früher mal Freigänger war oder nicht.

Zudem gibt es verschiedenste Charaktere unter Fellnasen. Einige Katzen lieben es an der Leine draußen zu sein, haben an dem ersten Besuch in der Freiheit Gefallen gefunden und fordern es fortan immer wieder ein.

Anderen widerum ist es einfach zu viel. Etliche Eindrücke, die das zarte Katzengemüt überfordern.

Aber auch denen kannst Du ganz leicht eine kleine Freude machen. Kaufe Deiner Katze einige Büschel Katzengras, das Du idealerweise auf der Fensterbank platzierst – bester Ausblick bei einem leckeren Katzenmenü.

Probiere einfach verschiedene Varianten aus, mit Sicherheit wird Deine Wohnungskatze es Dir danken. Vielleicht hast Du ja auch einen Balkon, den Du – gesichert mit einem Katzennetz – zu einer perfekten Aussichtsplattform für Katzen umfunktionierst.

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