Kratzbaum kaufen: Darauf kommt es an – 3 Modelle im Alltag
Anzeige — das Produkt wurde uns vom Hersteller kostenlos als Muster zur Verfügung gestellt. Unsere Einschätzung bleibt davon unabhängig.

Ein Kratzbaum muss vor allem eins: stehen bleiben, wenn deine Katze mit Anlauf hinaufspringt. Unser erster hat das nicht geschafft, Leo hat ihn umgeworfen. Später hatten wir drei Kratzbäume von Trixie über Jahre im Einsatz, mit zwei Katern, von denen einer 9,5 Kilo wiegt. Aus diesen Jahren stammen die Kriterien, nach denen wir heute einen Baum aussuchen: zuerst Katze und Wohnung, dann Bauform und Größe, zuletzt Material und Ausstattung.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Stabilität geht vor: große, schwere Bodenplatte, dicke Stämme (bei schweren Katzen ab etwa 12 cm Durchmesser), im Zweifel an der Wand befestigt.
- Die Größe richtet sich nach Gewicht und Zahl deiner Katzen: ein Kratzbaum pro Katze als Faustregel, ab drei Katzen mindestens zwei.
- Im Haus gehört auf jede Etage eine Kratzstelle, sonst muss die Wand herhalten.
- Bei großen Katzen auf weite Höhleneingänge und große Liegeflächen achten.
- Vor dem Kauf prüfen: Wackeltest, Kern der Stämme, Ersatzteile, abnehmbare Bezüge.
- Von unseren drei Trixie-Bäumen bot nur Hugo (rund 1,50 m) Leo genug Liegefläche, Susana (rund 90 cm) wurde der Zweitbaum fürs Obergeschoss.
Welcher Kratzbaum passt zu deiner Katze und deiner Wohnung?
Bevor du Modelle vergleichst, kläre vier Dinge: Wie schwer ist deine Katze, wie viele Katzen teilen sich den Baum, darf sie nach draußen, und über wie viele Etagen verteilt sich eure Wohnung? Daraus ergeben sich Bauform und Größe fast von selbst.
| Deine Situation | Was passt | Darauf achtest du |
|---|---|---|
| Eine Katze, normales Gewicht, Wohnung | mittelgroßer Kratzbaum mit Kratztonne oder zwei Stämmen | ein Stamm, an dem sie sich ganz lang strecken kann |
| Große, schwere Katze (Maine Coon, Kater wie Leo) | XXL-Kratzbaum mit breiter Bodenplatte oder Deckenspanner | Stämme ab etwa 12 cm, Stütze unter der obersten Liegefläche, weite Höhlen |
| Zwei Katzen, die sich verstehen | ein großer Baum mit mehreren Liegeflächen auf verschiedener Höhe | Platz für beide gleichzeitig, Ausweichmöglichkeiten |
| Drei oder mehr Katzen | mindestens zwei Kratzbäume in verschiedenen Räumen | höchstens zwei Katzen pro Baum |
| Haus oder Wohnung über mehrere Etagen | auf jeder Etage eine Kratzstelle, am besten ein Baum; der zweite darf kleiner sein | dort aufstellen, wo die Katzen schlafen und sich strecken |
| Kleine Wohnung | Deckenspanner mit Liegeflächen, ergänzt durch Kratzsäule oder Kratzbrett an der Wand | wenig Grundfläche, nutzt die Raumhöhe |
| Kitten | niedriger Baum, leicht zu erklettern | kurze Abstände zwischen den Ebenen |
| Ältere Katze oder Katze mit Handicap | niedrige Kratzmöbel, Kratztonne, Kratzbrett | Liegefläche ohne großen Sprung erreichbar |
| Freigänger | drinnen reicht oft ein kleinerer Baum | bleibt Schlaf- und Aussichtsplatz, auch wenn draußen gekratzt wird |
Die Bauformen
- Klassischer Kratzbaum: Sisalstämme mit Plattformen, Mulden und Höhlen dazwischen. So sehen die meisten Modelle aus.
- Kratztonne: eine stabile Röhre mit Sisal außen und Höhlen innen, oft mit Stämmen und Liegeflächen kombiniert. Die Katze kann sich rundum daran strecken, und auf wenig Grundfläche kommt viel Kratzfläche zusammen. Alle drei Trixie-Modelle weiter unten bauen auf einer Tonne auf.
- Deckenspanner: wird zwischen Boden und Decke eingespannt. Er kann nicht kippen und braucht wenig Stellfläche, deshalb passt er in kleine Wohnungen und zu schweren Katzen. Die Raumhöhe muss in seinen Verstellbereich passen.
- Kratzsäule und Kratzbrett: ersetzen keinen Baum mit Liegeflächen, ergänzen ihn aber gut in Fluren und Zimmern ohne Baum.
Wie hoch sollte der Kratzbaum sein?
Wichtiger als eine Zahl auf dem Karton ist ein Stamm, an dem sich deine Katze im Stehen ganz lang ziehen kann, und eine Liegefläche weit oben. Katzen behalten gern den Überblick über ihr Revier, deshalb sind die obersten Plätze meist die beliebtesten. Bei uns stand im Wohnzimmer ein Baum mit rund 1,50 m, im Obergeschoss reichte ein Zweitbaum mit rund 90 cm. Je höher ein Baum ist, desto mehr Hebel hat eine springende Katze, und desto wichtiger werden Bodenplatte und Wandbefestigung.
Stabilität: Bodenplatte, Stammdicke, Wandbefestigung
Stabilität ist das wichtigste Kaufkriterium, und wir haben das auf die harte Tour gelernt. Unser allererster Kratzbaum hielt Leo nicht stand: Er hat ihn irgendwann zum Umkippen gebracht. Passiert ist zum Glück nichts, und wir haben den Baum danach an der Wand befestigt. Wer selbst baut, plant die Wandbefestigung gleich mit, wie beim Kratzbaum selber bauen. Ein Baum, der wackelt, verunsichert gerade junge Katzen, und ein kippender Baum kann Katze und Möbel verletzen.
Günstige Modelle mit dünnem Material verzeihen bei kleinen, leichten Katzen einiges. Wiegt deine Katze in der Liga von Leo, gibt ein instabiler Baum schnell nach. Darauf kommt es an:
- Bodenplatte: groß, schwer und massiv. Ragen die Liegeflächen seitlich weit über die Platte hinaus, kippt der Baum leichter, wenn eine Katze oben landet.
- Stammdicke: Für schwere Katzen sollten die Stämme etwa 12 cm Durchmesser oder mehr haben. Dünne Stämme federn beim Absprung und geben der Katze keinen festen Halt beim Kratzen.
- Stütze unter der obersten Liegefläche: Eine Mulde ganz oben, die nur auf einem Stamm sitzt, schwankt. Bei Hugo trägt ein zusätzlicher Sisalstamm die oberste Mulde.
- Wandbefestigung: Ein Wandhalter am oberen Teil des Baums verhindert das Kippen zuverlässig. Prüf, ob einer beiliegt oder sich nachrüsten lässt. Ein Deckenspanner löst das Problem durch seine Bauart.
- Verschraubung: Nach dem Aufbau und dann in regelmäßigen Abständen alle Schrauben nachziehen. Lockere Verbindungen sind oft der Grund, wenn ein ehemals fester Baum zu wackeln beginnt.
„Kratzbaum XXL“ steht schnell auf einem Karton. Für eine große Katze zählen aber Platte, Stammdicke und Größe der Liegeflächen, nicht die Höhe allein. Was große Rassen sonst noch an Platz brauchen, steht im Artikel über die Maine Coon als Wohnungskatze.
Material und Ausstattung: Sisal, Holz, Plüsch, Höhlen, Liegeflächen
| Material | Wo es sitzt | Im Alltag |
|---|---|---|
| Sisal | Stämme, Kratztonnen | die Kratzfläche schlechthin, franst mit der Zeit aus, und genau dafür ist sie da |
| Plüsch (Teddystoff) | Plattformen, Höhlen, Mulden | weich und warm, sammelt aber viele Haare |
| Filz | Bezüge mancher Modelle, etwa Hugo | wirkt robuster als Plüsch und sieht ordentlicher aus |
| Naturholz | Gestell, Äste, Platten | schwer und damit standfest, meist teurer |
| Spanplatte und Pappe | Platten und Stammkern günstiger Modelle | leicht, ein Papprohr als Kern ist weniger standfest als Holz |
| Seegras, Rattan und andere Geflechte | Körbe, Mulden, zusätzliche Kratzflächen | natürlicher Geruch, gute Ergänzung zum Sisal |
Wie schnell Sisal verbraucht ist, haben wir an unseren alten Kratzbäumen gesehen: Nach vier Jahren mit Leo und Clio waren die Stämme komplett aufgeschlitzt. Dafür ist ein Kratzbaum da, trotzdem lohnt sich vorher der Blick, ob es Ersatzstämme gibt.
Bei der Ausstattung entscheiden zwei Dinge, ob sie genutzt wird:
- Liegeflächen: groß genug, dass sich deine Katze ausstrecken kann, und mindestens eine weit oben. Auf Hugo hatte Leo als erstem Baum überhaupt noch Platz um sich herum, wenn er sich lang gemacht hat. Wie sehr Katzen an einem Lieblingsplatz hängen, zeigt Clio: Seine große, tiefe Liegemulde vom alten Baum haben wir an den neuen montiert, obwohl sie da eigentlich nicht hingehört.
- Höhlen: Der Eingang muss zur Katze passen. Leo kam in die Höhlen von Juana gut hinein, die zweite Etage der hinteren Höhle war für ihn aber so eng, dass wir uns Sorgen um seine Luft gemacht haben. Wir haben sie mit Decken und Karton zugestellt.
Kissen in Mulden und Höhlen erhöhen den Liegekomfort. Achte darauf, dass sie und die Bezüge abnehmbar und waschbar sind. Spielzeug an Kordeln und Hängematten sind ein nettes Extra, aber kein Grund, bei Stabilität oder Stammdicke Abstriche zu machen.
Juana, Susana und Hugo von Trixie: unsere Erfahrungen
So kommt unsere Einschätzung zustande: Wo wir ein Produkt selbst mit Leo und Clio genutzt haben, steht das im Artikel ausdrücklich dabei. Sonst werten wir Herstellerangaben und öffentlich zugängliche Kundenrezensionen aus.
Alle drei Kratzbäume von Trixie haben wir kostenlos zum Testen bekommen: Juana und Hugo von Trixie, Susana samt einer Kratzwelle über den Onlineshop Futterplatz.de. Bezahlt wurden wir dafür nicht. Ob die Modelle heute noch so angeboten werden, klärst du am besten beim Händler.
| Modell | Höhe | Bauform | Aufbau | Einsatz bei uns |
|---|---|---|---|---|
| Juana | nicht gemessen | Kratztonne mit zwei Höhlen, zwei Sisalstämme, zwei Plattformen | wenige Teile, eine Verschraubung nur mit Schraubenzieher und Zange | rund zwei Jahre im Wohnzimmer |
| Susana | rund 90 cm | Kratztonne mit Höhle, Liegefläche auf der Tonne, zweiter Stamm mit Liegefläche | einfacher als Juana, ohne Stolperstelle | Zweitbaum im Obergeschoss |
| Hugo | rund 1,50 m | Kratztonne mit Höhlen auf vier Ebenen, Sisalstämme, große Liegemulde oben | zwei große Kartons, wenige Schrauben | Nachfolger von Juana im Wohnzimmer |
Juana: Kratztonne fürs Wohnzimmer
Juana haben wir kurz vor dem Umzug in unser Haus ausgesucht. Die alten Kratzbäume waren zerkratzt, und eine so wuchtige Konstruktion wie vorher wollten wir nicht mehr im Wohnzimmer haben. Trotzdem sollten Leo und Clio möglichst viel Kratzfläche bekommen. Die Lösung war eine Kratztonne, an der sich die Katzen rundum strecken können, mit Liegeflächen obendrauf.
Der Aufbau beginnt einfach: Tonne und ersten Sisalstamm auf den ovalen Boden schrauben. Dann kommt eine kleine Plattform auf den Stamm, die von innen mit der Tonne verschraubt wird, und das war schwieriger, als die Anleitung vermuten ließ. Die Schraube ist so knapp bemessen, dass sie gerade eben durch Tonne und Halterung reicht. Wir mussten kräftig drücken, schnell die Mutter aufsetzen und das Ganze mit Schraubenzieher und Zange festziehen. Danach folgen der zweite Stamm und die oberste Plattform.

Wir haben Juana noch in der alten Wohnung aufgestellt, damit die Kater ihn mit ihrem Geruch in Besitz nehmen, bevor alles andere neu wird. Am Umzugstag kam er in einem Stück auf einen Anhänger und überstand die Fahrt, ohne zu wackeln. Die Sisalstämme sind dick, und die Tonne hat die richtige Höhe, damit die Katzen die Tatzen weit oben ansetzen und sich lang ziehen können.
Vorteile
- steht stabil, auch beim Transport in einem Stück
- dicke Sisalstämme und eine Tonne zum Strecken
- kompakter als ein Baum mit vielen Ebenen
Nachteile
- Plattform und Tonne lassen sich nur mit Werkzeug und Geduld verschrauben
- zweite Etage der hinteren Höhle für einen schweren Kater zu eng
Trixie Kratzbaum Juana
Stand bei uns rund zwei Jahre im Wohnzimmer und überstand sogar den Umzug in einem Stück. Die Sisalstämme sind dick, die Tonne lässt Katzen sich lang ziehen. Rechne beim Aufbau mit Schraubenzieher und Zange, und für schwere Kater ist die zweite Etage der hinteren Höhle zu eng.
- Bauform
- Kratztonne, 2 Höhlen
- Kratzflächen
- 2 Sisalstämme, 2 Plattformen
- Aufbau
- mit Werkzeug, eine knifflige Verschraubung
* Werbelink. Preis kann sich ändern. Stand: 15.10.2026, 10:41 Uhr
Susana: kleiner Zweitbaum fürs Obergeschoss
Einige Zeit nach dem Umzug entdeckten wir im Obergeschoss Kratzspuren im Putz, und zwar ziemlich weit oben. In der Wohnung hatten Leo und Clio nie an Wänden gekratzt, dafür hatten sie dort das Sofa so bearbeitet, dass es nicht mit umgezogen ist. Wir vermuten zwei Gründe: Der weiche Putz lädt zum Krallen ein, und der Weg die Treppe hinunter zum Kratzbaum im Wohnzimmer war den beiden schlicht zu weit.
Für oben wollten wir bewusst einen kleineren Baum, der nicht wuchtig wirkt. Susana ist rund 90 cm hoch und hat eine Kratztonne mit Höhle, oben auf der Tonne eine Liegefläche und daneben einen eigenen Sisalstamm mit einer zweiten Liegefläche. Der Aufbau ging schneller als bei Juana, die knifflige Verschraubung gab es hier nicht.

Mit ein paar Leckerlis haben wir die Kater auf den neuen Baum gelockt. Nach wenigen Tagen schliefen sie schon darauf, besuchten regelmäßig die Höhle, und ab und zu hörten wir sie an der Tonne kratzen.
Vorteile
- braucht wenig Platz und wirkt nicht wuchtig
- schneller Aufbau
- Höhle und zwei Liegeflächen trotz geringer Höhe
Nachteile
- mit rund 90 cm eher Zweitbaum als Hauptbaum
Trixie Kratzbaum Susana
Klein, schnell aufgebaut und trotzdem mit Höhle und zwei Liegeflächen. Unsere Kater haben ihn nach wenigen Tagen zum Schlafen und Kratzen genutzt. Als einziger Baum für einen schweren Kater ist er zu niedrig.
- Höhe
- rund 90 cm
- Bauform
- Kratztonne mit Höhle, 2 Liegeflächen
- Aufbau
- einfach
* Werbelink. Preis kann sich ändern.
Hugo: großer Baum für einen großen Kater
Rund zwei Jahre nach Juana zog Hugo ins Wohnzimmer ein. Er kam in zwei großen Kartons, der Beutel mit Schrauben und Muttern war übersichtlich, und der Aufbau machte deutlich weniger Arbeit als bei Juana. Schon beim Auspacken fiel uns auf, dass Liegeplatten und Fuß robuster sind als bei Juana. Statt Plüsch ist der Baum mit Filz bezogen, auch die oberste Liegemulde außen.

Ausgesucht haben wir ihn wegen der Kratztonne. Ihre Höhlen lassen sich auf vier Ebenen nutzen, je zwei pro Öffnung, und zwischen den beiden mittleren Ebenen gibt es einen Durchgang: Die Katze klettert oben hinein und kommt weiter unten wieder heraus. Clio hat diesen Geheimgang als Erster ausprobiert. Leo legte sich zunächst demonstrativ neben den neuen Baum und betrachtete ihn mit Abstand. Das hat sich gelegt, inzwischen kratzen beide an Stamm und Tonne und liegen abwechselnd in den Höhlen oder auf den Liegeflächen.

Die oberste Liegefläche ist groß genug, dass Leo mit seinen 9,5 Kilo sich ausstrecken kann und trotzdem noch Platz um ihn herum bleibt. Mit rund 1,50 m Höhe wirkt der Baum in Grau und Weiß trotzdem nicht klobig. Für die Stabilität sorgen eine große Bodenplatte und der zusätzliche Sisalstamm unter der obersten Mulde.

Vorteile
- große oberste Liegefläche, auch für einen schweren Kater
- Höhlen auf vier Ebenen mit Durchgang
- große Bodenplatte und Stütze unter der Mulde
- einfacher Aufbau
Nachteile
- braucht mit Höhe und Bodenplatte entsprechend Stellfläche
Trixie Kratzbaum Hugo
Der Baum, der am besten zu Leo mit seinen 9,5 Kilo passt: große Liegemulde oben mit Stütze darunter, breite Bodenplatte, Höhlen auf vier Ebenen mit Durchgang. Der Aufbau war einfach, der Filzbezug wirkt robuster als Plüsch.
- Höhe
- rund 1,50 m
- Bezug
- Filz
- Höhlen
- 4 Ebenen mit Durchgang
- Stabilität
- große Bodenplatte, Stütze unter der Mulde
* Werbelink. Preis kann sich ändern.
Vor dem Kauf prüfen: online, im Laden und beim Preis
Checkliste für jeden Kratzbaum
- Wackeltest: An der obersten Liegefläche rütteln. Bewegt sich der ganze Baum oder federt ein Stamm, ist er für eine schwere Katze nichts.
- Klammern und Schrauben: Nirgends dürfen Tackerklammern oder Schraubenspitzen aus Bezügen und Höhlen ragen.
- Kern der Stämme: Holz oder Papprohr? Günstige Modelle haben oft einen Kern aus Hartpappe und sind nur teilweise mit Sisal umwickelt.
- Stammdurchmesser und Bodenplatte: In den Produktdaten nachsehen, bei schweren Katzen Stämme ab etwa 12 cm.
- Ersatzteile: Gibt es Sisalstämme und Bezüge einzeln? Dann hält der Baum deutlich länger.
- Wandhalterung: Liegt sie bei, oder lässt sie sich nachrüsten?
- Bezüge: abnehmbar und waschbar?
- Maße: Stellfläche und Höhe ausmessen, beim Deckenspanner die Raumhöhe. Und an den Weg ins Zimmer denken: Hugo kam in zwei großen Kartons.
Kratzbaum online oder im Laden in der Nähe kaufen?
Im Laden kannst du rütteln, Klammern und Nähte ansehen und abschätzen, ob deine Katze in die Höhlen passt. Du riechst auch, ob das Material stark ausdünstet, denn ein neuer Baum mit starkem Eigengeruch wird oft erst einmal gemieden. Dafür ist die Auswahl in Zoohandlung und Baumarkt kleiner, und du musst einen sperrigen Karton selbst nach Hause bringen.
Online ist die Auswahl größer, und die Lieferung kommt bis zur Tür. Was du im Laden mit den Händen prüfst, musst du dort aus den Produktdaten lesen: Stammdurchmesser, Maße der Bodenplatte, Gewicht des ganzen Baums, Material des Kerns. Fehlen diese Angaben, ist das schon eine Auskunft. In den Rezensionen lohnt es sich, gezielt nach Bewertungen von Haltern großer oder schwerer Katzen zu suchen.
Günstig, Restposten oder teuer: wo der Unterschied steckt
Günstige Kratzbäume sparen meist an Stellen, die auf dem Produktfoto nicht auffallen: dünne Stämme mit Pappkern, dünne Platten, angetackerter Plüsch, eine kleine Bodenplatte. Für eine leichte Katze kann das genügen, einen Kater wie Leo hält so ein Baum nicht lange aus. Für Restposten und Auslaufmodelle gilt derselbe Maßstab. Klär dort vorher, ob es noch Ersatzstämme gibt, denn die verschwinden mit dem Modell. Umgekehrt ist ein hoher Preis noch kein Beleg für Standfestigkeit. Was zählt, sind Bodenplatte, Stammdicke und Verarbeitung.
Standort, wie viele Kratzbäume und Eingewöhnung
Wohin der Kratzbaum gehört
Stell den Kratzbaum dorthin, wo ihr euch am meisten aufhaltet. Katzen wollen in deiner Nähe sein und an deinem Alltag teilhaben, ein Baum in der hintersten Ecke bleibt oft leer. Ein Platz am Fenster ist besonders beliebt, weil es draußen Vögel und Insekten zu beobachten gibt. Direkt neben Futternapf und Katzenklo gehört der Baum dagegen nicht. Steht er an einer Wand, kannst du ihn dort auch befestigen.
Wie viele Kratzbäume brauchst du?
Als Faustregel gilt ein Kratzbaum pro Katze, denn er ist auch Schlaf- und Rückzugsplatz. Wie viele es wirklich sein müssen, hängt von der Zahl der Katzen, der Räume und Etagen ab, davon, wie gut sich die Katzen verstehen, und davon, wie aktiv sie sind.
In der Wohnung hatten wir nur einen Kratzbaum im Wohnzimmer. Leo und Clio verstehen sich gut und lagen oft gemeinsam darauf. Nach dem Umzug ins Haus zeigten die Kratzspuren an der Putzwand im Obergeschoss, dass oben eine Kratzstelle fehlte. Unsere Empfehlung ist deshalb: pro Etage mindestens eine Kratzstelle, am besten ein Kratzbaum, egal wie gut sich die Katzen verstehen.
Reicht der Platz nur für einen Baum, sollte er so groß sein, dass sich zwei Katzen auch aus dem Weg gehen können. Modelle bis zur Decke oder mit zwei Stämmen eignen sich dafür. Ab drei Katzen stellst du mindestens zwei Bäume auf, denn jeder Baum ist ein Stück Revier, und mehr als zwei Katzen auf einem Baum sorgen leicht für Stress.
Kratzsäule, Kratzbrett und Kratzwelle als Ergänzung
Ist für einen weiteren Baum kein Platz, sind Kratzsäulen und Kratzbretter die platzsparende Ergänzung. Einige Modelle lassen sich an die Wand schrauben, und du kannst mehrere in der Wohnung verteilen, damit überall eine Kratzgelegenheit in Reichweite ist. Welche Form wofür taugt, steht im Artikel zum Kratzbrett für die Krallenpflege.
Mit der Kratzwelle, die mit Susana kam, waren wir weniger glücklich. Sie besteht aus gepresstem Holz mit Plüschbezug und einer Kratzfläche aus Sisal. Leo machte einen großen Bogen darum, Clio rieb nur seinen Kopf daran. Weil die Welle so leicht ist, rutscht sie auf Laminat und Fliesen weg, und die Katze müsste sie mit einer Pfote festhalten, um mit der anderen zu kratzen. Setzt sie sich hinein, ist genug Gewicht drauf. Das haben unsere Kater nie herausgefunden.

Wenn die Katze den neuen Kratzbaum nicht annimmt
Ein neuer Kratzbaum riecht oft noch deutlich nach seinem Material, und manche Katzen machen deshalb anfangs einen Bogen um ihn. Gut lüften hilft, damit er schnell den Geruch der Wohnung annimmt. Stell ihn dorthin, wo der alte stand, und lock deine Katze mit Leckerlis oder Spielzeug hinauf.
Ein wirksamer Lockstoff ist Katzenminze: ein wenig davon auf Stamm oder Liegefläche reiben. Nicht jede Katze reagiert darauf, und Kitten unter etwa sechs Monaten zeigen meist noch keine Wirkung. Manchmal reicht auch Geduld. Leo hat sich neben Hugo gelegt und ihn zunächst nur aus sicherem Abstand beobachtet, bevor er ihn benutzt hat. Steht ein Umzug an, stell den neuen Baum am besten schon in der alten Umgebung auf, so wie wir es mit Juana gemacht haben. Mehr dazu im Artikel über den Umzug mit Katzen.
Warum Katzen überhaupt kratzen
Katzenkrallen bestehen aus mehreren Schichten. Wird die Spitze stumpf, löst sich die äußere Hülle, und darunter liegt eine neue, spitze Kralle. An einer rauen Fläche streift die Katze die alte Schicht ab. Zwischen den Zehenballen sitzen außerdem Duftdrüsen, mit jedem Kratzen setzt die Katze eine Duftmarke. Dazu kommt das Dehnen: Leo und Clio krallen sich gern weit oben in Stamm oder Tonne und ziehen den ganzen Oberkörper in die Länge. Mit genug Kratzstellen pflegen Katzen ihre Krallen selbst, wann du trotzdem eingreifen musst, steht im Artikel zum Krallenschneiden bei Katzen. Bestrafen bringt beim Kratzen an Möbeln nichts, du kannst nur für die richtigen Kratzstellen sorgen.
Reinigen, reparieren, ersetzen
Katzen halten sich selbst sauber, beim Kratzbaum geht es deshalb vor allem um Haare. Auf den Liegeflächen sammeln sie sich schnell. Saugst du den Baum etwa einmal pro Woche ab, lösen sie sich gut, und die Flächen bleiben weitgehend haarfrei. Weitere Ideen gegen Haare in der Wohnung findest du in unseren Tipps gegen Katzenhaare.
Gründlicher wird es, wenn sich eine Katze auf dem Baum übergeben hat. Abnehmbare Bezüge wäschst du dann in der Waschmaschine oder mit einem feuchten Lappen und etwas Spülmittel. Nimm kein stark duftendes Waschmittel und nichts mit Zitrusduft, beides mögen Katzen nicht, und ein Baum, der fremd riecht, wird schnell gemieden. Besonders gründlich reinigst du alle Katzenmöbel, wenn deine Katzen Flöhe haben.
Vieles lässt sich reparieren. Wackelt der Baum, zieh zuerst alle Schrauben nach. Ist der Sisal eines Stamms zerfetzt, gibt es bei vielen Herstellern Ersatzstämme, oder du wickelst den Stamm mit neuem Sisalseil straff neu und verankerst Anfang und Ende so, dass nichts heraussteht. Ersetzen musst du den Baum, wenn Platten gebrochen sind, er trotz nachgezogener Schrauben wackelt oder die Stämme bis auf den Kern zerkratzt sind und es keinen Ersatz mehr gibt. Unsere alten Kratzbäume hatten nach vier Jahren genau diesen Punkt erreicht.
Unser Fazit
Kauf den Kratzbaum für deine schwerste Katze und für deine Wohnung, nicht nach dem Foto. Eine große Bodenplatte, dicke Stämme und eine Wandbefestigung sind wichtiger als jede Höhle, und bei mehreren Etagen gehört auf jede eine Kratzstelle. Von unseren drei Trixie-Bäumen hat Hugo am besten zu Leo gepasst: große Liegefläche oben, Stütze darunter, breite Platte. Susana war als kleiner Zweitbaum fürs Obergeschoss richtig, Juana stand stabil, hatte aber eine Höhlenetage, die für Leo zu eng war.
Ohne zusätzliche Stellfläche ergänzt ein Kratzbrett an der Wand den Baum. Und eine große Rasse wie die Maine Coon braucht nicht nur beim Kratzbaum mehr Platz.
* Werbelink — wir erhalten ggf. eine Provision, wenn du darüber einkaufst. Für dich ändert sich am Preis nichts. Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen.
Häufige Fragen zum Kratzbaum-Kauf
Wie hoch sollte ein Kratzbaum sein?
Wichtiger als die Gesamthöhe ist ein Stamm, an dem sich deine Katze im Stehen ganz lang strecken kann, und eine Liegefläche weit oben mit Überblick über den Raum. Bei uns stand im Wohnzimmer ein Baum mit rund 1,50 m, im Obergeschoss reichte ein Zweitbaum mit rund 90 cm. Je höher der Baum, desto wichtiger werden Bodenplatte und Wandbefestigung.
Wie viele Kratzbäume brauche ich für zwei oder drei Katzen?
Als Faustregel gilt ein Kratzbaum pro Katze. Zwei Katzen, die sich gut verstehen, teilen sich auch einen großen Baum. Mehr als zwei Katzen sollten sich keinen Baum teilen, ab drei Katzen stellst du also mindestens zwei auf. In einem Haus kommt pro Etage eine Kratzstelle dazu.
Welcher Kratzbaum eignet sich für große und schwere Katzen?
Einer mit großer, schwerer Bodenplatte, Stämmen ab etwa 12 cm Durchmesser, einer Stütze unter der obersten Liegefläche und weiten Höhleneingängen. Am sichersten ist er an der Wand befestigt, alternativ nimmst du einen Deckenspanner. Die Höhe allein macht einen Baum nicht XXL-tauglich.
Wo stelle ich den Kratzbaum am besten auf?
In dem Raum, in dem ihr euch am meisten aufhaltet, gern mit Blick aus dem Fenster und nicht direkt neben Futternapf oder Katzenklo. Ein Platz an der Wand macht es leicht, den Baum zu befestigen.
Was tun, wenn die Katze den neuen Kratzbaum nicht annimmt?
Gut lüften, damit der Geruch des neuen Materials verfliegt, den Baum dorthin stellen, wo der alte stand, und mit Leckerlis oder Katzenminze locken. Manche Katzen brauchen ein paar Tage: Leo hat sich neben unseren neuen Baum gelegt, bevor er ihn benutzt hat.
Wie reinige ich einen Kratzbaum?
Etwa einmal pro Woche absaugen, das hält die Liegeflächen weitgehend haarfrei. Abnehmbare Bezüge wäschst du in der Waschmaschine oder mit etwas Spülmittel von Hand, ohne stark duftendes Waschmittel. Nach Erbrochenem oder bei Flöhen gründlich reinigen.
Wann muss ein Kratzbaum ersetzt werden?
Wenn er trotz nachgezogener Schrauben wackelt, Platten durchgebrochen sind oder die Stämme bis auf den Kern zerkratzt sind und es keinen Ersatz gibt. Zerfaserter Sisal allein ist kein Grund: Ersatzstämme oder neues Sisalseil verlängern das Leben des Baums.


