Rote Katzen – Warum sind sie so besonders?

Rote Katzen - Was macht sie so besonders?

Rund um rote Katzen ranken sich viele Mythen und Gerüchte. Da Leo und Clio selbst zwei rote Kater sind, haben wir uns einige Punkte genauer angeschaut und mit unseren Erfahrungen verglichen.

Vielleicht hat Du schon häufiger gehört, dass rote Katzen sind meistens Kater sind, aber warum eigentlich? Und rote Katzen wirklich seltener als andersfarbige Haustiger?

Nun, das ist biologisch relativ schnell erklärt und hängt eng mit der DNA der Katzen zusammen. Eine rote Kätzin entsteht nur dann, wenn sowohl Vater als auch Mutter Rot sind bzw. einen Rotanteil in sich tragen, den sie vererben. Ein roter Kater hingegen benötigt nur rote Gene bei der Mutter. Die Farbe des Vaters hat keinen Einfluss auf die rötliche Färbung von männlichen Katzen.

Somit ist die Wahrscheinlichkeit auf rote Kater deutlich höher. Landläufig wird von einem Verhältnis von 9:1 gesprochen. Man kann jedoch nicht mit einer 100%igen Sicherheit bereits aus der Ferne bestimmen, welches Geschlecht rote Katzen allgemein haben.

Was macht eine rote Katze so besonders?

Rote Katzen gelten als verschmust, verrückt, anstrengend oder intelligent.

Einiges trifft unsere Kater definitiv zu.

Leo und Clio sind sehr verschmust und manchmal auch tierisch verrückt. Wenn sie ihre wilden 5 Minuten haben, dann flitzen sie durch das Haus, jagen sich und kämpfen lautstark miteinander. Kurze Zeit später ist alles wieder gut und die schlecken einander die Köpfe.

Ob sie nun tatsächlich aber verrückter oder schlauer als andere Katzen sind, das können wir schlecht beurteilen. Manchmal erscheinen uns unsere Kater als sehr intelligent, in anderen Momenten überzeugen sie uns dann vom Gegenteil.

Einige Menschen sagen auch, dass eine rote Katze dicker ist, als andersfarbige Tiere. Hier haben wir mit Leo natürlich den lebendigen Beweis dafür, dass dieses These stimmen mag. Andererseits ist da ja noch der kleinere und deutlich schlankere Clio, der den Gegenbeweis antritt.

Schwierig also, hier etwas Allgemeingültiges abzuleiten.

Am besten trifft wahrscheinlich ein entschiedenes: Es kommt sehr darauf an…

Sie ist anhänglicher oder anfälliger für Katzenkrankheiten?

Glücklicherweise sind Leo und Clio bisher noch nicht häufig krank gewesen. Was wir bei beiden Katern aber beobachten können, ist eine hohe Konzentration von Pigmentflecken – insbesondere am Maul.

Die Mähr, dass rote Katzen häufiger mit Zahnstein, Nierenerkrankungen oder Augenentzündungen zu kämpfen haben, ist wissenschaftlich nicht bewiesen. Leider kämpft insbesondere Clio aktuell mit leicht gerötetem Zahnfleisch, das wir beobachten müssen. Wir würden das jedoch nicht unbedingt auf die Fellfarbe schieben.

Was hingegen bewiesen wurde, ist dass Ohrenkrankheiten sowie Taubheit verstärkt bei Fellnasen mit roter Fellfarbe in Verbindung gebracht werden.

Wir hoffen natürlich, dass unsere Katzen davon verschont bleiben und dass auch Du – wenn Du ebenfalls eine rote Katze hast – damit bisher nicht in Berührung gekommen bist.

Welche Augenfarbe haben rote Katzen?

Rote Katzen haben häufig gelb-goldene Augen. Bei unseren beiden Tigern kommen die bernsteinfarbenen Augen bei direkter Sonneneinstrahlung so richtig schön zur Geltung. Einige beschreiben die schönen Katzenaugen auch als honigfarben – eine sehr süße Beschreibung, finden wir.

Es gibt jedoch – wie auch bei Menschen – auch bei Katzen unterschiedliche Augenfarben, die von den Katzeneltern vererbt werden.

So kann es auch bei roten Katzen schon mal vorkommen, dass deren Augen komplett Blau aussehen. Der Grund hierfür ist wieder in den Genen verankert. Angeblich sollen blaue Augen von einem Teilalbino-Gen ausgelöst werden. Dafür spricht das verstärkte Auftreten von blauen Augen bei Katzenrassen mit einer hellen Fellfarbe.

Gesteuert wird diese Farbgebung über das Gen C, das die Melanin Bildung beeinflusst. Katzen mit dem so genannten Point-Gen können, so wie auch komplette Albinos, den Farbstoff nicht richtig bilden, sodass die Augen in einem meist strahlenden Blau verbleiben.

Nicht zu verwechseln sind die blauen Augen einer ausgewachsenen Katze mit denen eines Katzenbabys. Blaue Augen haben die kleinen Kitten nämlich immer ganz am Anfang ihres Lebens, direkt nach der Geburt. Schon relativ schnell entwickeln die Katzenaugen dann eine eigene Augenfarbe.

In der Regel ist die endgültige Augenfarbe dann nach etwa 3 Monaten entwickelt.

Wir finden rote Katzen gar nicht unbedingt so besonders in ihrem Verhalten. Eins steht zumindest für Leo und Clio aber fest: sie sind ganz besonders liebenswert.

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