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Kartäuser Katzen - Katzenrasse aus Frankreich

Bastian Aktualisiert am 26. September 2026 3 Min. Lesezeit
Kartäuser Katzen - Katzenrasse aus Frankreich

In ihrem Herkunftsland Frankreich nennt man die Kartäuser Katzen auch Chartreux, was der Eleganz dieser Rasse eher gerecht wird als die deutsche Übersetzung. Kennzeichnend sind das blaugraue Fell und die leuchtenden gelben bis kupferfarbenen Augen.

Wer eine ruhige, freundliche Rassekatze sucht, die pflegeleicht ist, findet in der Kartäuser eine gute Kandidatin.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Die Kartäuser heißt in Frankreich Chartreux, die gezielte Zucht begann in den 1920er Jahren auf den bretonischen Inseln.
  • Typisch sind das kurze, dichte blaugraue Fell mit viel Unterwolle, gelbe bis kupferfarbene Augen und ein trapezförmiger Kopf.
  • Sie ist ruhig und selbständig, mit leiser Stimme.
  • Pflege: einmal pro Woche bürsten, im Fellwechsel öfter.
  • Als robuste Rasse hat sie kaum typische Erbkrankheiten, in Einzelfällen kommt die Patellaluxation vor.

Herkunft der Kartäuser Katze

Wie die Rasse entstanden ist, lässt sich nicht sicher sagen. Fest steht, dass ihre Zucht in Frankreich aufgebaut wurde: Die Geschwister Léger begannen in den 1920er Jahren unter dem Zwingernamen „de Guerveur“ auf den bretonischen Inseln mit der gezielten Zucht graublauer Katzen. 1977 erkannte der Zuchtverband FIFe die Kartäuser als eigenständige Rasse an.

Das Fell: dicht und immer blau

Kartäuser Katzen haben kurzes, sehr dichtes Fell und zählen damit zu den Kurzhaarkatzen. Durch die samtige Struktur und das wollige Unterfell ist es leicht zu pflegen, verliert aber durchaus Haare. Die Färbung muss bei Rassekatzen stets blau sein, eine leichte Tendenz zu Hellgrau ist „erlaubt“, wie man im Züchterjargon sagt.

Zur Pflege reicht meist einmal Bürsten pro Woche. Im Fellwechsel im Frühjahr und Herbst lohnt sich häufigeres Bürsten, damit weniger Haare in der Wohnung landen. Mehr dazu im Ratgeber zum Fellwechsel.

Körperbau und Aussehen

Der Körper ist muskulös und kräftig, mit mittellangen Beinen und einem dynamisch wirkenden Schwanz. Auffällig ist der große Kopf mit einer trapezförmigen Erscheinung. Die Ohren sind vergleichsweise klein und stehen aufrecht, die Augen etwas schräg angeordnet, was dem Gesicht eine wachsame Mimik gibt. Ausgewachsen wiegen Kätzinnen etwa 3 bis 5, Kater etwa 6 bis 7 Kilogramm.

Charakter: ruhig und selbständig

Kartäuser gelten als ruhig und ausgeglichen, dabei sind sie Menschen gegenüber freundlich. Sie sind selbständig, suchen aber die Nähe ihrer Menschen, denen sie überall hin folgen, ohne sich aufzudrängen. Ihre Stimme ist eher leise, anders als bei den lauten orientalischen Rassen, etwa der Siamkatze.

In der Natur sind sie gute Jäger. In der Wohnung freuen sie sich über Spiel und Beschäftigung, deshalb braucht auch diese ruhige Rasse genug Bewegung. Manche Kartäuser lernen sogar das Apportieren, weshalb sie in einigen Regionen „Hund-Katze“ genannt werden. Wie du es ihnen beibringst, steht im Artikel zum Apportieren.

Gesundheit und Haltung

Die Kartäuser gilt als robuste Rasse ohne viele typische Erbkrankheiten. In Einzelfällen kann eine Patellaluxation auftreten, bei der die Kniescheibe verrutscht, und bei Jungtieren die neonatale Isoerythrolyse, eine Blutgruppenunverträglichkeit. Ein seriöser Züchter kennt beides und spricht offen darüber. Bei guter Pflege werden Kartäuser etwa 12 bis 15 Jahre alt.

Als Wohnungskatze eignet sie sich gut, sie kann aber auch Freigänger sein. Sie versteht sich in der Regel gut mit Kindern und anderen Tieren und sollte nicht zu lange allein bleiben.

Titelbild: ysbrandcosijn / iStockphoto

Häufige Fragen zur Kartäuser Katze

Wie groß und schwer wird eine Kartäuser Katze?

Ausgewachsen wiegen Kätzinnen etwa 3 bis 5, Kater etwa 6 bis 7 Kilogramm. Sie sind kräftig gebaut und werden erst mit einigen Jahren voll ausgewachsen.

Ist die Kartäuser Katze eine gute Wohnungskatze?

Ja, sie ist ruhig und ausgeglichen und kommt mit der Wohnung gut zurecht. Sie braucht Beschäftigung und sollte nicht zu lange allein bleiben.

Wie oft muss ich eine Kartäuser Katze bürsten?

Einmal pro Woche reicht meist, im Fellwechsel solltest du öfter bürsten, weil das dichte Unterfell viele Haare verliert.

Wie alt wird eine Kartäuser Katze?

Bei guter Pflege werden Kartäuser etwa 12 bis 15 Jahre alt.

Leo

Geschrieben von Bastian

Wir schreiben seit 2012 über das Leben mit unseren Katzen Leo und Clio. Sie waren lange reine Wohnungskatzen und sind heute Freigänger: Leo ist viel draußen unterwegs, Clio geht nur in unserer Gegenwart raus. Mehr über uns