Katzengras Samen: Welche Sorten taugen und wie du es selbst ziehst

Katzengras Samen sind in der Regel ganz normale Getreidekörner: Weizen, Gerste, Hafer oder Roggen, einzeln oder gemischt. Du säst sie in eine flache Schale, hältst sie feucht, und nach etwa zwei Wochen hat deine Katze frisches Grün zum Knabbern. Entscheidend ist, dass die Saat unbehandelt ist und du sie in ungedüngte Erde oder ganz ohne Erde ziehst.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Welche Saat: Weizen, Gerste, Hafer oder Roggen, oft als Mischung. Nimm Katzengras-Saat oder Bio-Getreide, kein gebeiztes Saatgut und keine Rasensamen.
- Wie viel: Hersteller rechnen mit etwa 200 g für rund 80 kleine Töpfchen. Eine 1-kg-Packung lohnt sich, wenn du über Monate alle ein bis zwei Wochen nachsäst.
- Aussaat: Körner dicht in einer Lage auf ungedüngte Erde, die ersten Tage gleichmäßig feucht halten, hell bei normaler Zimmertemperatur.
- Ohne Erde: auf feuchtem Küchenpapier oder in einer Keimschale, täglich spülen.
- Dauer: Keimen innerhalb einer Woche, anbieten nach etwa zwei Wochen ab 4 bis 5 cm Höhe.
- Nachschub: Säst du etwa eine Woche später eine zweite Schale, steht frisches Gras bereit, wenn das alte nachlässt.
Welcher Samen für Katzengras taugt
Das Gras, das du selbst aussäst, ist Getreidegras. Es wächst aus Körnern von Weizen, Gerste, Hafer oder Roggen, und viele Packungen mischen zwei oder drei davon. Für deine Katze macht die Getreideart wenig Unterschied, solange die Halme jung und weich sind. Wichtiger ist, wo die Körner herkommen.
Das Zyperngras (Cyperus zumula), das ebenfalls als Katzengras verkauft wird, kaufst du dagegen als fertige Pflanze im Topf und ziehst es nicht aus Samen. Wie du es über Jahre hältst, steht im Ratgeber Katzengras pflegen.
Saat, die du meiden solltest
- Gebeiztes Saatgut aus der Landwirtschaft ist mit Pflanzenschutzmitteln behandelt und oft farbig eingefärbt. Das gehört nicht in deine Katze.
- Rasensamen aus dem Baumarkt sind für Rasenflächen gedacht, nicht als Futter. Bei ihnen ist nicht sichergestellt, dass sie für Katzen unbedenklich sind.
- Saat für Zierpflanzen und Ziergräser lässt du weg. Viele Zimmer- und Gartenpflanzen sind für Katzen giftig.
Auf der sicheren Seite bist du mit Saat, die ausdrücklich als Katzengras verkauft wird, oder mit Bio-Getreide. Bio-Getreide stammt aus dem Ökolandbau, in dem chemisch-synthetische Beizmittel in der Regel nicht eingesetzt werden.
Welche Saat zu dir passt
| Variante | Was drin ist | Passt für dich, wenn | Darauf achtest du |
|---|---|---|---|
| Tüte mit 100 bis 200 g | Getreidekörner, oft als Mischung | du ab und zu eine Schale ziehst | Haltbarkeitsdatum, Hinweis „für Katzen“ |
| Großpackung 1 kg | dieselbe Saat in größerer Menge | du dauerhaft alle ein bis zwei Wochen nachsäst | trocken und gut verschlossen lagern |
| Saatscheibe | Saat auf einer Trägerscheibe, eine Scheibe je Schale | du nicht abmessen und streuen willst | passende Schalengröße |
| Bio-Getreide aus dem Lebensmittelhandel | ganze Weizen-, Hafer- oder Roggenkörner | du günstig viel säen willst | ganze, ungeschälte Körner, keine Flocken |
| Fertige Schale zum Selbstziehen | Saat mit Substrat in der Schale | du es zum ersten Mal ausprobierst | ungedüngtes Substrat |
Kiepenkerl bietet Katzengras zum Beispiel als Saatscheibe an, eine Packung reicht laut Hersteller für fünf Scheiben. Bei Getreide aus dem Lebensmittelhandel nimmst du ganze Körner, denn Flocken, geschälter Hafer und Schrot keimen nicht mehr.
Katzengras Samen kaufen: Menge und Preis
Wie viel Saat du brauchst, hängt an der Größe deiner Schale. Hersteller rechnen mit etwa 200 g Saat für rund 80 kleine Töpfchen, auf ein Töpfchen kommen also nur wenige Gramm. Für eine größere Schale streust du so viele Körner, dass sie dicht an dicht in einer Lage liegen.
Tüten mit 100 bis 200 g kosteten im November 2026 bei Amazon zwischen etwa 1,50 und 9 Euro. Auf ein Töpfchen gerechnet sind das je nach Packung nur einige Cent. Eine fertige Schale zum Selbstziehen kostet ähnlich viel wie eine kleine Tüte Saat, reicht aber nur für eine Portion. Säst du regelmäßig, sparst du mit eigener Saat also Geld und Verpackung.
Lohnt sich die 1-kg-Packung? Bei derselben Rechnung reicht sie für ein paar Hundert Töpfchen. Das ist viel, wenn du nur ab und zu eine Schale ziehst, denn Saat verliert mit den Jahren an Keimkraft. Für zwei Katzen, die das Gras gern fressen, und eine neue Schale jede Woche ist sie dagegen eine gute Wahl. Lagere die Saat kühl, trocken und dunkel und schau beim Kauf auf das Datum.
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Katzengras-Samen aus Wiesen-Lieschgras und Hafergras, 200 g, laut Hersteller für etwa 80 Töpfchen; Keimdauer etwa 5 Tage.
- 200 g Saatgut
- Für ca. 80 Töpfchen
- Keimdauer etwa 5 Tage
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Kiepenkerl Katzengras Saatscheibe Inhalt reicht für 5 Saatscheiben
Als Katzengras werden verschiedene Gräser bezeichnet, die in Wohnungen herangezogen werden, damit Katzen davon Fressen können. Katzen, die keinen Freigang und keinen Zugang zu Gras oder anderen Pflanzen im Freiland haben, neigen manchmal dazu Zimmerpflanzen anzufressen. Das Fressen von Gras erleichtert der Katze das Herauswürgen von unverdaulichen Haarballen, die sie bei der Fellpflege verschluckt. Meisten passieren die Haare den Magen-Darm-Trakt der Katze ohne Probleme. Größere Mengen, die zum Beispiel währen des Fellwechsels aufgenommen werden, können aber im Verdauungstrakt verklumpen und im Extremfall zu einem Darmverschluss führen. Durch das gefressene Gras werden die Haare gebunden und können von der Katze leichter herausgewürgt werden. Auch Kleintiere wie Meerscheinchen und Ziervögel fressen gerne Katzengras. Unsere Katzengras-Mischung enthält zu 50% Deutsches Weidelgras und zu 50% Wiesenlieschgras. Nach unserer Erfahrung haben diese zwei Grasarten bei Katzen eine be
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Katzengras selber ziehen: Schritt für Schritt
Du brauchst:
- Katzengras-Saat oder ganze Bio-Getreidekörner
- eine flache Schale oder einen Topf mit Abzugsloch und Untersetzer
- ungedüngte Erde oder Kokoserde
- eine Sprühflasche
- Frischhaltefolie oder einen lockeren Deckel
So gehst du vor:
- Körner einweichen: Leg die Körner ein bis zwei Stunden in lauwarmes Wasser. Das ist kein Muss, die Körner keimen danach aber gleichmäßiger.
- Schale füllen: Füll die Schale einige Zentimeter hoch mit ungedüngter Erde oder Kokoserde und feuchte sie an. Normale Blumenerde enthält oft Dünger, den deine Katze sonst mitfrisst.
- Aussäen: Verteil die Körner dicht an dicht in einer Lage und drück sie leicht an. Eine dünne Schicht Erde darüber hält sie feucht, nötig ist sie nicht.
- Abdecken: Leg die Folie locker auf und nimm sie einmal am Tag kurz ab, damit Luft an die Körner kommt.
- Feucht halten: In den ersten drei Tagen dürfen die Körner nicht austrocknen. Besprüh sie lieber öfter, statt zu gießen, denn in nasser Erde schimmeln sie.
- Hell stellen: Ein heller Platz auf der Fensterbank bei normaler Zimmertemperatur ist ideal. Direkt über der Heizung trocknet die Schale zu schnell aus.
- Folie ab: Sobald die ersten grünen Spitzen zu sehen sind, nimmst du die Folie ganz weg. Gieß dann alle ein bis zwei Tage, kein Wasser im Untersetzer stehen lassen.
- Anbieten: Ab etwa 4 bis 5 cm Höhe, meist nach etwa zwei Wochen, stellst du die Schale an einen Platz, an dem deine Katze gern ist.
Säst du etwa eine Woche nach der ersten Schale eine zweite aus, hat deine Katze durchgehend frisches Gras. Das klappt das ganze Jahr, im Winter genauso wie im Frühling.
Katzengras ohne Erde ziehen
Ohne Erde ziehst du das Gras auf einer feuchten Unterlage. Das ist sauber, und deine Katze kann nicht in der Erde buddeln.
- Auf Küchenpapier: Leg mehrere Lagen Küchenpapier in eine flache Schale, feuchte sie gut an und verteil die Körner darauf. Das Papier hält du feucht, aber ohne stehendes Wasser.
- In einer Keimschale: Schalen mit Sieb, wie es sie für Sprossen und Kresse gibt, halten die Körner über dem Wasser. Die Wurzeln wachsen durch das Sieb nach unten.
Spül die Körner bei beiden Varianten einmal täglich mit frischem Wasser. Ohne Erde fehlt den Wurzeln Halt, und das Gras kippt meist früher um als in der Schale mit Erde. Für eine schnelle Portion zwischendurch reicht das aber.
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Wenn es nicht klappt
- Die Körner keimen nicht: Häufig ist die Saat alt, die Schale zu kalt oder zu trocken. Probier eine frische Packung und halte die ersten Tage gleichmäßig feucht. Bei Lebensmittel-Getreide prüfst du, ob es wirklich ganze, ungeschälte Körner sind.
- Weißer Flaum oder Schimmel? Feiner weißer Flaum direkt an den jungen Wurzeln besteht meist aus Wurzelhaaren und gehört dazu. Ein grauer, grünlicher oder schwarzer Belag auf Körnern und Erde, oft mit muffigem Geruch, ist Schimmel. Dann wirfst du die Schale weg und säst die nächste sparsamer, gießt weniger und lüftest öfter.
- Das Gras wächst schief: Wächst es schief, sucht es das Licht. Dreh die Schale alle ein, zwei Tage ein Stück.
- Deine Katze ignoriert es: Zupf ein paar Halme ab und leg sie ihr vor die Nase. Wie Leo und Clio auf eine große Grasmatte reagiert haben, steht im MIAU-Katzengras-Test.
Nach dem Keimen: Pflege in Kürze
Ist das Gras gewachsen, stellst du es hell ohne pralle Mittagssonne und hältst es feucht, aber nicht nass. Getreidegras bleibt danach meist ein bis zwei Wochen frisch. Werden die Halme gelb oder knicken um, kommt die nächste Schale an die Reihe. Wie du gießt, was gegen braune Spitzen hilft und wann du deiner Katze lieber gar kein Katzengras anbietest, steht ausführlich im Ratgeber Katzengras pflegen.
Fazit
Für Katzengras brauchst du keine besondere Saat, ganze Getreidekörner von Weizen, Gerste, Hafer oder Roggen reichen. Wichtig ist, dass sie unbehandelt sind, also Katzengras-Saat oder Bio-Getreide statt gebeiztem Saatgut oder Rasensamen. Eine Tüte mit 200 g reicht nach Herstellerangabe für rund 80 kleine Töpfchen, die 1-kg-Packung lohnt sich, wenn du über Monate alle ein bis zwei Wochen nachsäst. Du säst dicht in ungedüngte Erde oder auf feuchtes Küchenpapier, hältst die ersten Tage feucht und bietest das Gras nach etwa zwei Wochen ab 4 bis 5 cm Höhe an. Wie es danach weitergeht, steht unter Katzengras pflegen, und wie Leo und Clio mit einer großen Grasfläche umgegangen sind, im MIAU-Katzengras-Test.
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Häufige Fragen zu Katzengras-Samen
Welcher Samen ist für Katzengras geeignet?
Getreidekörner wie Weizen, Gerste, Hafer oder Roggen, einzeln oder als Mischung. Am einfachsten nimmst du Saat, die als Katzengras verkauft wird, oder Bio-Getreide. Gebeiztes Saatgut aus der Landwirtschaft und Rasensamen aus dem Baumarkt sind nicht dafür gedacht, dass deine Katze sie frisst.
Kann ich Katzengras selbst aussäen?
Ja, das geht das ganze Jahr in der Wohnung. Du verteilst die Körner dicht in einer Schale mit ungedüngter Erde, hältst sie in den ersten Tagen feucht und stellst sie hell bei normaler Zimmertemperatur auf. Ab etwa 4 bis 5 cm Höhe darf deine Katze knabbern.
Kann man Katzengras ohne Erde ziehen?
Ja. Die Körner keimen auch auf feuchtem Küchenpapier oder in einer Keimschale mit Sieb. Du spülst sie dann täglich mit frischem Wasser, damit nichts schimmelt. Ohne Erde bleibt das Gras meist etwas kürzer frisch, für eine Schale zwischendurch reicht es aber.
Gibt es Katzengras-Samen bei dm, Rossmann oder Fressnapf?
Drogerien, Zoofachmärkte und Gartencenter führen Katzengras-Saat und fertige Schalen oft, das Sortiment wechselt aber je nach Markt und Jahreszeit. Achte bei jeder Packung auf die Angabe, dass die Saat für Katzen gedacht ist, und auf das Haltbarkeitsdatum.
Wie viel Katzengras-Samen brauche ich für einen Topf?
Hersteller rechnen mit etwa 200 g Saat für rund 80 kleine Töpfchen, also wenige Gramm je Topf. Für eine Schale streust du so viele Körner, dass sie dicht an dicht in einer Lage liegen, ohne sich zu stapeln.
Wie lange dauert es, bis Katzengras wächst?
Bei Zimmertemperatur keimen die Körner innerhalb einer Woche. Nach etwa zwei Wochen ist das Gras 4 bis 5 cm hoch und fertig, Hersteller nennen 8 bis 14 Tage. Danach bleibt es meist ein bis zwei Wochen frisch.


