Katzen zucken beim Schlafen – Ist das eigentlich normal?

Ganz normal: Auch Katzen zucken im Schlaf
Ganz normal: Auch Katzen zucken im Schlaf

Wenn man sich statistisch einmal anschaut, was Katzen den ganzen Tag so machen, dann belegt das Schlafen mit Sicherheit eine der ersten Positionen. Ich glaube wir können für (fast) jeden Katzenbesitzer zusammenfassen: Den lieben Katzen beim Schlafen zuzugucken ist verdammt süß!

Sie liegen so friedlich dort, fühlen sich scheinbar rundum wohl & sicher und atmen ganz ruhig vor sich hin.

Was nimmt ansonsten noch sehr viel Zeit im Leben der Katzen ein? Das Fressen? Oh ja! Gerade Leo ist immer ganz heiß auf das Futter. Ob Nassfutter, Trockenfutter oder Leckerlies, sobald wir eine Tüte oder eine Dose öffnen, steht er schon neben uns und möchte am liebsten probieren, was wir da gerade geöffnet habe.

Aber irgendwann ist auch Leo satt und muss sich erst einmal hinlegen, um das ganze Futter zu verdauen. Und schon sind wir wieder beim Thema Schlafen.

Du siehst, es gibt bei Katzen praktisch keine Tätigkeit, die dem Schlafen auch nur ansatzweise gefährlich werden könnte. Durchschnittlich 2/3 des Tages verschlafen Katzen einfach. Bei Katzenbabys und besonders alten Katzen, kann dieser Wert sogar noch übertroffen werden.

Aber wie kommen wir auf das heutige Thema? Ganz einfach: Während Leo mal wieder seiner Lieblingstätigkeit (nur zur Sicherheit: es ist das Schlafen, nicht das Fressen 🙂) nach ging, haben wir ihn schon oft dabei beobachten können, dass er plötzlich anfängt zu zucken.

Unsere Katzen zucken im Schlaf

Mal zuckt der Kiefer, mal ist es eine Pfote, die unkontrolliert bewegt wird und mal kommt es auch vor, dass Teile der Muskulatur zucken. Irgendwie sieht es in dem speziellen Moment immer etwas besorgniserregend aus – als würde ihm etwas fehlen oder als habe er Schmerzen. Manchmal gibt Leo sogar ein paar Laute von sich, die sich etwa wie das Quieken von einem Meerschweinchen anhören.

Tatsächlich ist es jedoch so, dass das alles gar nicht Schlimm ist. Auch Katzen träumen während sie schlafen. Sie können dabei, genau wie der Mensch und auch Säugetiere, in den Tiefschlaf, der auch REM Schlafphase genannt wird, verfallen.

Auch wir Menschen zucken hin und wieder unkontrolliert, wenn wir in die Schlafphase übergehen. Dabei ist es so, dass unser Gehirn noch aktiv ist, während die Muskeln bereits erschlaffen. Das Gehirn versucht dagegen zur arbeiten und sendet einen starken Impuls an die Muskulatur. Häufig ist es so, dass wir kurz vor dem Zucken das Gefühl von „fallen“ haben.

Während dieser Schlafphase – so vermuten die Forscher – verarbeiten Katzen die vielen Reize, denen sie tagsüber ausgesetzt sind. Damit dient diese Phase der wichtigen Erhaltung ihrer Gesundheit. Gleichzeitig laden Katzen im Schlaf ihre Energiereserven wieder auf, um nach dem Nickerchen wieder bereit für die Jagd zu sein.

Was träumen Katzen eigentlich?

Was genau Katzen träumen, das hat jedoch noch keiner so wirklich herausgefunden. Die lustige Vorstellung, dass sie dabei von ihren Besitzern träumen und vielleicht auch viele sehr schöne Situationen noch einmal erleben, bleibt uns daher erhalten. Zumindest bis zu dem Tag, an dem ein Forscher es schafft, eine Katze zu ihrem Traum tatsächlich zu befragen.

Während diese Schlafphase sollten Katzen am besten nicht gestört werden. Nach dem ausgiebigen Nickerchen werden sie mit Sicherheit wieder ordentlich toben und spielen wollen – der Akku ist ja schließlich wieder aufgefüllt 🙂

Wenn Leo und Clio im Schlaf sehr häufig hintereinander zucken, dann beginnen wir sie meist beruhigend zu streicheln. Vielleicht ist es ja auch ein Albtraum, den sie gerade durchleben – dann müssen wir sie ja schließlich aus diesem befreien.

Am wohlsten fühlen sich Katzen beim Schlafen in höheren Positionen. Das ist eine Art Urinstinkt, der das Überleben sichert. Sie wählen ihre Schlafplätze so, dass sie im Schlaf möglichst nicht angriffen werden können.

Trotzdem ist es aber so, dass sie ihre Ohren immer auf Empfang stehen haben. Jedes kleine Geräusch wird erfasst und auf den Bedrohungsgrad hin analysiert.

Das erkennt erkennen wir vor allem daran, dass Leo und Clio meistens zumindest ein Auge leicht öffnen, wenn wir uns direkt vor sie stellen. Wir scheinen zum Glück keine wirkliche Bedrohung für die zwei zu sein, weil sie selbstverständlich seelenruhig liegen bleiben und die Augen schnell wieder schließen

Fazit

Es ist also nichts Schlimmes, wenn Deine Katze im Schlaf zuckt, sondern eine ganz normale Handlung. Jede Katze kann im Schlaf zucken.

Aber auch hier ist es wie immer so, dass nicht unbedingt alle Katzen auch wirklich zucken, während sie schlafen. Einige Katzen verarbeiten das Erlebte vielleicht etwas ruhiger und brauchen daher nicht zu zucken.

Bei Leo können wir dies nämlich deutlich häufiger beobachten, als bei Clio.

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4 Gedanken zu „Katzen zucken beim Schlafen – Ist das eigentlich normal?

  1. Ich denke solange das Zucken „im Rahmen“ bleibt, dann sollte man sich keine sorgen machen. Habe schon Katzen gesehen die mit ihren Beinen strampeln – kannte das bisher eigentlich nur von Hunden.

    Viele Menschen wären überrascht, wenn sie wüssten wieviel sie sich selbst in der Nacht bewegen. Das ist schon fast eine Art Gymnastik, was der eine oder andere da Nachts macht und das ohne es zu merken.

    ps. Ist die Liegestelle auf dem Katzenbaum nicht etwas klein für die Katze ganz oben?

  2. Unser Flecki bewegt sich oft im Schlaf. Manchmal zuckt nur der Schwanz oder die Pfoten. An anderen Tagen bebt der ganze Körper — er jagt dann sicher im Traum ein Mäuschen! 🙂

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