Katzen kastrieren – Vorteile und Notwendigkeit einer Kastration

Ein unkastrierter Kater markiert ab einem bestimmten Alter permanent sein Revier, indem er permanent übelriechenden Harn auf Gegenständen verteilt. Nach erfolgreicher Kastration der Hauskatze wird dieses Verhalten in den meisten Fällen nicht mehr stattfinden. Zudem werden die Tiere ruhiger, haben eine höhere Bindung zu dem Menschen und weniger Aggressionen. Bei Katzen bleiben die typischen Rolligkeitssymptome aus. Eine kastrierte Katze/Kater besitzt nicht nur durch die medizinischen Veränderungen, sondern auch durch die Anpassung der Verhaltensweisen eine etwa doppelt so hohe Lebenserwartung. Gerade bei Freigängern wird es deutlich: In der Paarungszeit kann es durchaus vorkommen, dass ein Kater dem Duft der Katzen über mehrere Kilometer folgt. In dieser Zeit fallen viele Kater leider Autos zum Opfer, da sie Straßen sehr unvorsichtig überqueren.

Wann sollte man eine Wohnungskatze kastrieren?

wohnungskatze-leo-nach-der-kastrationEinen optimalen Zeitpunkt für eine Kastration der Katzen gibt es nicht. Sie sollten diesen chirugischen Eingriff auf jedenfall durchführen, bevor sie ein Freigänger wird. Mit beginnender Geschlechtsreife ist es soweit, dass die Kastration durchgeführt werden kann. Sie merken dies, sobald die Hauskatze damit beginnt, das Revier mit übelriechendem Harn zu markieren. Katzen werden mit etwa 4-5 Monaten rollig. Sprechen Sie am besten mit Ihrem Tierarzt über den richtigen Zeitpunkt – aus medizinischer Sich gibt es keinen Grund dem alten Mythos: “Katzen müssten zunächst einmal trächtig werden, bevor sie kastriert werden” zu folgen. Im Gegenteil ist es sogar so, dass Sie der Gedundheit Ihrer Hauskatze sogar schaden können, wenn Sie sie einmal decken lassen. Auf die körperliche Entwicklung Ihrer Katzen hat eine Kastration keinen Einfluss, da diese ausschließlich genetisch bedingt sind.

Wie läuft eine Kastration ab?

Vor dem chirugischen Eingriff müssen Sie darauf achten, dass Ihre Wohnungskatzen 8 Stunden vorher absolut nüchtern sein müssen, um das Risiko der Narkose so gering wie möglich zu halten. Bei der Katze werden während der OP entweder die Eierstöcke komplett entfernt. Alternativ kann auch eine zeitlich begrenzte Sterilisation durchgeführt werden, die allerdings regelmäßig aufgefrischt werden muss. Der Kater verliert bei diesem Eingriff beide Hoden vollständig. Lassen Sie sich hierbei von Ihrem Tierarzt oder Ihrer Tierärztin fachkundig beraten. Die Kosten für diese Behandlung variieren zwischen den Tierärztin – selbstverständlich können Sie die Preise in der jeweiligen Preisliste nachlesen.

Nach der Kastration

Achten Sie besonders in der ersten Zeit besonders darauf, dass Sie Ihrer Hauskatze nicht zu viel Futter zur Verfügung stellen. Dadurch, dass keine Sexualhormone mehr ausgeschüttet werden und die Wohnungskatzen insgesamt ruhiger werden, ist der Energiebedarf nicht mehr so groß – der Appetit ist jedoch unverändert vorhanden. Wenn Sie hier nicht regulierend eingreifen, kann es zu einer enormen Gewichtszunahme Ihrer Hauskatze kommen. Portionieren Sie das Futter Ihrer Katze so, dass Sie ihnen etwas weniger zu fressen geben, als vorher. Ihre Katzen werden sich sehr schnell daran gewöhnen und ihre “schlanke Linie” problemlos beibehalten können.

2 Gedanken zu “Katzen kastrieren – Vorteile und Notwendigkeit einer Kastration

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